Thüringens Sportstätten benötigen eine Milliarde Euro für Sanierungen

Trotz der Sanierung der Wintersportanlagen in Oberhof sowie des bevorstehenden Ausbaus der Fußballstadien in Erfurt und Jena sind zahlreiche Sportstätten im Freistaat in einem maroden Zustand.

Die Bauarbeiten an den Schanzenanlagen im Kanzlersgrund gehen voran. Geplant sind bis Ende dieses Jahres der Neubau einer Schanze und einer Beschneiungsanlage sowie die Sanierung der Sprunghügel. Foto: Sören Stache/dpa

Die Bauarbeiten an den Schanzenanlagen im Kanzlersgrund gehen voran. Geplant sind bis Ende dieses Jahres der Neubau einer Schanze und einer Beschneiungsanlage sowie die Sanierung der Sprunghügel. Foto: Sören Stache/dpa

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Weimar. Trotz der Sanierung der Wintersportanlagen in Oberhof sowie des bevorstehenden Ausbaus der Fußballstadien in Erfurt und Jena sind zahlreiche Sportstätten im Freistaat in einem maroden Zustand. "Dem Goldenen Plan Ost zufolge wäre noch eine Milliarde Euro nötig, um eine Angleichung an die Verhältnisse im Westen zu erreichen", sagte Rolf Beilschmidt, der Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes (LSB). Seit 2003 wurden im Freistaat fast 105 Millionen Euro durch das Land in den Ausbau und die Sanierung investiert.

Laut einer Studie müssten allein in Oberhof etwa 17 Millionen Euro verbaut werden, damit der Standort am Grenzadler wie geplant zum zweiten Mal nach 2004 eine Biathlon-WM ausrichten kann. Vorerst steht das Wintersportzentrum, wo 2020 oder 2021 die Welttitelkämpfe ausgetragen werden sollen, nur bis 2018 als Weltcup-Ausrichter fest. Offenbar aber würden sich die Investitionen durchaus lohnen. Allein der Wintersportförderverein als Weltcup-Ausrichter hat in den vergangenen zehn Jahren etwa fünf Millionen Euro an Steuern und Abgaben an die Stadt Oberhof gezahlt.

Zudem sollen die Hallen in Eisenach und Bad Langensalza ausgebaut werden, damit beide Standorte als Handball-Hochburgen erhalten werden können. Der LSB setzt allerdings nicht nur auf den Spitzensport. "Die Landesförderung der Sportstätten in Oberhof, Eisenach und Bad Langensalza sollte von der Gesamtsumme getrennt werden, damit sich die Gelder nicht zu Lasten des Breitensports reduzieren", sagte LSB-Präsident Peter Gösel.

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