500 Weimarer nutzen Carsharing-Anbieter „Teilauto“

Weimar  Noch immer erlebt der Carsharing-Markt einen Boom in Weimar. In der Klassikerstadt freut sich das Unternehmen „teilAuto“ nun über die 500. Nutzerin: Birgit Richter, die Betreiberin des Bioladens „Rosmarin“. Noch vor fünf Jahren waren es nur etwa 200 Personen, die sich ein Gemeinschaftsauto in Weimar ausliehen.

Birgit Richter, die Betreiberin des Bioladens „Rosmarin“, ist 500. Kundin bei „teilAuto“. Auch Jens Elliger, Geschäftsführer der EVG, will den Transporter nutzen, denRegionalleiter Niklas Wachholtz (rechts) von „teilAuto“ gestern vorstellte. Foto: Jan-Henrik Wiebe

Foto: zgt

Mit der Nutzer-Zahl wächst gleichzeitig auch die Gemeinschaftsauto-Flotte, in der es nun einen Lieferwagen und einen 9-Sitzer-Bus gibt, auf 20 Fahrzeuge an.

Verteilt sind die Autos auf 15 Stationen in der Innenstadt. Ob bald auch am Stadtrand Stationen dazukommen, kann der Regionalleiter für Thüringen, Niklas Wachholtz, noch nicht sagen. „Wenn wir mehr Benutzer und Nachfrage aus den Randgebieten haben, können wir uns vorstellen, auch in Weimar-West oder Oberweimar Stationen einzurichten“, sagt Wachholtz. „Bisher haben wir aber noch keine konkreten Pläne“, sagt der Regionalleiter weiter.

Um insgesamt fünf Fahrzeuge ist die Flotte in den letzten zwölf Monaten angewachsen. „Aus Carsharing-Sicht ist Weimar eher eine kleine Stadt, doch dank der guten Nachfrage können wir – wie bereits in Jena und Erfurt – nun auch hier alle unsere Fahrzeugklassen anbieten, vom Kleinstwagen bis hin zu den Transportfahrzeugen“, sagt Wachholtz. Durchschnittlich 25 private und geschäftliche Nutzer teilen sich in Weimar ein Carsharing-Fahrzeug und sind dadurch in der Lage, auf einen eigenen Erst- oder Zweitwagen zu verzichten.

Das 1992 als Verein gegründete Unternehmen setzt vor allem auf einen emissionssparenden Fuhrpark und ist bereits in 16 Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit rund 650 Fahrzeugen vertreten. Genutzt wird das Angebot derzeit von über 22 000 Personen.

Birgit Richter, die den Ökoladen am Herderplatz betreibt, will Carsharing vor allem in Stoßzeiten benutzen, „wenn unser eigenes Dienstfahrzeug, ein Erdgas-Lieferwagen, nicht mehr ausreicht. Dann liefern wir unsere Biokiste damit aus“. Auch der Geschäftsführer der Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft Weimar (EVG), Jens Elliger, will den Wagen für die Belieferung der zwei Biomärkte der Genossenschaft nutzen.

Doch nicht nur die Biomärkte wollen den Transporter nutzen. Der Regionalleiter für Thüringen hat vor allem die Studenten als Zielgruppe im Visier, die das Fahrzeug für kleinere Umzüge nutzen können. Angeschafft wurde der Transporter erst so spät, weil die Unterhaltskosten sehr hoch seien.

Seit diesem Monat (Mai 2015) lassen sich die Fahrzeuge des Unternehmens auch mit einer App öffnen. Dafür muss der Nutzer ein Passwort einrichten, welches er auf seinem Smartphone eingibt, um das Auto zu öffnen. Nach der Eingabe öffnet sich das Fahrzeug automatisch. Auch buchen lassen sich die Fahrzeuge nun per App.

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