Fürstenhof Eisenach: Eigentümer wehrt sich gegen Abrissvorwürfe

Eisenach  Der Fürstenhof-Eigentümer will „gemeinsam eine gute Lösung finden“. Er wolle nicht alles schleifen.

Das einstige Hotel Fürstenhof in Eisenach: Eigentümer Thomas Cannon will mit allen Beteiligten eine gute Lösung finden. Foto: Sascha Willms

Das einstige Hotel Fürstenhof in Eisenach: Eigentümer Thomas Cannon will mit allen Beteiligten eine gute Lösung finden. Foto: Sascha Willms

Foto: zgt

„Wenn ich in Eise­nach jetzt der Buhmann sein soll, dann bitte sehr. Aber ich will mich eigentlich nicht dafür mit Dreck bewerfen lassen, dass ich mich an Recht und Gesetz halte“. Thomas Cannon ist Eigentümer der Flächen und Gebäude des Eisenacher Fürstenhofes und will, „dass wir da gemeinsam eine gute Lösung finden“.

Die von ein paar Eisenacher Bürgern erhobenen heftigen Vorwürfe seien da aber nicht hilfreich und die Behauptungen eben auch nicht wahr, findet Cannon. „Der Vorwurf etwa, dass ich das gesamte Gelände schleifen wolle, ist total daneben. Meine vor drei Jahren eingereichten Bauvoranfragen sehen den Erhalt der Bornemann-Villa und des benachbarten Gebäudes vor“, so der Eigentümer der Flächen. Und er habe ja aus der Zeitung erfahren dürfen, dass der Abriss des obersten Geschosses des Casinos von der Denkmalpflege abgelehnt worden sei. „Seitens der Stadtverwaltung liegt die Abrissgenehmigung dieses Bauteiles bereits seit geraumer Zeit vor.“

Auch den Vorwurf, während der Foto-Rundgänge würde Inventar angeboten, weist Cannon als falsch zurück. „Daran haben die Hobby-Fotografen, die die Foto-Touren mitmachen doch gar kein Interesse.“ Richtig sei aber: Die historischen Baustoffe würden zur Weiterverwendung im Internet angeboten.

Dabei handele es sich um etwa 10 Gussheizkörper, Parkett, das auch noch vom Ersteher auszubauen sei, Hotelzimmertüren, die etwa 20 Jahre alt und nicht historisch seien, eine Kesselanlage und einen Aufzug aus dem Jahre 1992, zwei Tresore und ein Kronleuchter aus der DDR-Zeit. Es sei doch besser, diese Dinge würden wiederverwertet, als dass sie dem Abriss zum Opfer fielen. Ein nicht kleiner Teil des Inventars des Fürstenhofes sei in den vergangenen Jahren von Einbrechern gestohlen worden.

Er sei, so Cannon, bereit, Gebäude zu erhalten. Dazu sei es allerdings erforderlich, dass die Stadt so schnell wie möglich, wie angedacht, Fördermittel zur Sicherung der Bornemann-Villa, des benachbarten Gebäudes und des Casinos vom Land erhalten könne, ansonsten sei ein Erhalt wirtschaftlich nicht möglich. Jeder, der etwas anderes behaupte, sei, sagt Thomas Cannon, herzlich eingeladen, „die Liegenschaft Fürstenhof Eise­nach käuflich zu erwerben und kann dann zeigen, was er/sie drauf hat.“