Wenn Barbie-Puppen Monopoly spielen: Hochzeit von Mattel und Hasbro?

Bangalore  Zwei der größten Spielzeug-Hersteller der Welt wollen möglicherweise zusammengehen. Die beiden amerikanischen Konzerne Mattel und Hasbro führen dazu Geheimgespräche.

Zwei der größten Spielzeug-Hersteller der Welt Mattel und Hasbro wollen möglicherweise zusammengehen. Foto: Mattel

Zwei der größten Spielzeug-Hersteller der Welt Mattel und Hasbro wollen möglicherweise zusammengehen. Foto: Mattel

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Zwei der größten Spielzeug-Hersteller der Welt wollen möglicherweise zusammengehen. Die beiden amerikanischen Konzerne Mattel und Hasbro führen dazu Geheimgespräche. Grund: Das Unternehmen Lego aus Dänemark wird immer stärker und belegt inzwischen Platz zwei in der Rangliste. Mattel ist durch Barbie-Puppen, Matchbox-Autos, Hot Wheels bis hin zu Fisher-Price-Produkten bekannt. Hasbro verkauft unter anderem Spiele wie Monopoly, Cluedo, Trivial Pursuit, „Furby“-Puppen oder „Transformers“-Artikel. Zusammen würden Mattel und Hasbro nicht nur Lego sondern auch alle anderen Spielwaren-Hersteller weit hinter sich lassen.

Erste Überlegungen für eine sogenannte Fusion der beiden riesigen Konzerne gibt es schon etwas länger. Denn die Spielwaren von Mattel und Hasbro waren in den vergangenen Jahren nicht mehr so gefragt. Das gilt insbesondere für Barbies. Im Vergleich zum Jahr 2012 sind gut ein Viertel weniger davon verkauft worden. Die Puppen gibt es bereits seit 56 Jahren. Sie gelten die meistverkaufte Spielzeugfiguren der Welt. Bei der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg im Bundesland Bayern hat das Unternehmen daher vor wenigen Tagen eine neue Generation von Barbies vorgestellt.

Sie sind nicht mehr so schlank, sondern können auch kurvig, groß und klein sein. Nachteil: Wer schon eine Barbie hat kann die Kleider nicht der etwas dickeren neuen Puppe anziehen.

Auch die Geschäfte von Hasbro liefen in den vergangenen Jahren nicht mehr so gut. Immer nur neue Varianten von Spielen wie Monopoly anzubieten, war offenbar vielen Menschen zu langweilig.

Vor Weihnachten hatten beide Konzerne aber wieder bessere Zahlen als in den Vorjahren. Hasbro konnte vor allem mit Produkten zum „Star Wars“- Film „Das Erwachen der Macht“ und zum Dinosaurier-Spektakel „Jurassic World“ punkten. Auch der Konzern Mattel, der ebenfalls „Star Wars“-Artikel anbot, machte in den letzten drei Monaten von Oktober bis Ende Dezember mehr Umsatz als im gleichen Zeitraum des Jahres 2014.

Dennoch schauen beide amerikanischen Konzerne neidisch auf Lego. Denn das Unternehmen mit den Bauklötzchen hat die Verkaufszahlen in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich verbessern können. Am häufigsten waren auch hier „Star Wars“-Bausätze.

Allein in Deutschland ist fast jeder fünfte Euro, der für ein Spielzeug ausgegeben wird, für ein Lego-Produkt. Und der Abstand zu anderen Hersteller wird immer größer.

Ob die Konzerne Mattel und Hasbro am Ende wirklich eine gemeinsame Firma werden, ist noch völlig offen. Selbst wenn sich die Unternehmen einigen würden, dann könnte der Staat USA das noch verhindern. Grund: Der Konzern wäre dann zu groß und kleinere Firmen hätten kaum noch eine Chance, ihre Produkte zu verkaufen. Noch schweigen die Chefs beider Konzern aber zu ihren Plänen.