Internetportal ermöglicht virtuellen Gang durch Thüringer Museen

Mehr als 2.200 Exponate aus 18 Thüringer Museen sind jetzt im Internet zu finden. Das Portal Museen Thüringen ist am Montag in Jena freigeschaltet worden. Neben den hochauflösenden Bildern finden sich dort auch wissenschafliche Beschreibungen.

Das Portal Museen Thüringen (Shreenshot) ist am Montag in Jena freigeschaltet worden.

Das Portal Museen Thüringen (Shreenshot) ist am Montag in Jena freigeschaltet worden.

Foto: zgt

Jena/Erfurt. Wissen verfügbar machen - das ist das Ziel dieses Digitalisierungsprojektes unter der Federführung des Museumsverbandes Thüringen (MVT), das vom Freistaat gefördert wird. Benutzer können die Bilder und Texte kostenlos abrufen und sich über die Museen sowie über geplante Veranstaltungen informieren. Zudem gibt es thematische Touren durch die Ausstellungen. Und es können durch extreme Vergrößerung interessante Details an den Exponaten sichtbar gemacht werden, wie es im Museum ohne Lupe nicht möglich wäre, so Matias Mieth, Leiter der Städtischen Museen Jena.

Zu den 18 Museen, die inzwischen im Netz zu finden sind, gehören unter anderem das Stadtmuseum Jena, das Museum für Thüringer Volkskunde in Erfurt, das Schlossmuseum Gotha, das Museum Leuchtenburg und die Wartburgstiftung in Eisenach. Bis Jahresende sollen drei weitere Einrichtungen hinzukommen.

Eine besondere Rolle kommt dabei der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek ThULB in Jena zu, die zum einen Bibliothek für die Friedrich-Schiller-Universität ist, zum anderen weiteren Hochschule als Bibliothek dient und nun außerdem das kulturelle Erbe des Landes digitalisieren soll. "Das sind drei Aufträge, von denen aber nur einer, und zwar der für die Universität, rechtlich abgesichert ist", sagt Sabine Wefers, die Leiterin der ThULB. Dies soll sich allerdings im kommenden Jahr ändern: "Wir werden 2012 die vertraglichen Bedingungen verhandeln", so Elke Harjes-Ecker, Leiterin der zuständigen Ad-hoc-Arbeitsgruppe im Kulturministerium. Die ThULB hat beispielsweise eine spezielle Software entwickelt und stellt die Servertechnik für das Prestigeobjekt des Landes zur Verfügung.

Da Thüringen jedoch über mehr als 200 Museen verfügt, die mehr als fünf Millionen Exponate ihr Eigen nennen, wird es noch Jahrzehnte dauern, bis alle Bestände erfasst sind, sagte MVT-Geschäftsführer Holger Nowak.

www.museen.thueringen.de

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