Sebastian Hirn und sein Ensemble gastierten am Samstag im Theaterhaus Jena mit ihrer Performance “Das Leben ist ein schweres Spiel“: Ein unterhaltsamer, aber schwer zugänglicher Abend über literarisch-künstlerische Bezüge in Sachen Mord/Selbstmord. Den Rahmen bot das Theaterfestival “Schrei nach Liebe - Woche deutscher Pathetik“.

Jena. Allein der Doppelselbstmordversuch von Johannes R. Becher und seiner Freundin Fanny Fuchs wäre Stoff genug für ein abendfüllendes Programm. Vermutlich würde sogar nicht einmal ein Abend reichen, denn die Hintergründe darzulegen, die den 18-jährigen Oberschüler und seine ältere Geliebte zu dem Entschluss bewegten, wäre das eine; das andere wäre die Beschäftigung damit, wie Becher den Mord an Fanny und den eigenen erfolglosen Selbstmord literarisch verarbeitete.