Erfurt hat einen neuen Kulturlotsen

Erfurt  Erfurt hat wieder einen Kulturlotsen: Dietmar Schwerdt, 33 Jahre alt und gebürtiger Erfurter, nimmt seit Anfang des Monats diese Aufgabe wahr.

Dietmar Schwerdt ist der neue Kulturlotse in Erfurt. Foto: Frank Karmeyer

Dietmar Schwerdt ist der neue Kulturlotse in Erfurt. Foto: Frank Karmeyer

Foto: zgt

Er ist selbst in der freien Kulturszene aktiv für den Verein „FÖN“, der unter anderem den Badetag und die Kunstpreisverleihung organisiert. Vernetzung ist sein Ziel: Amtswege will er erledigen, um den ehrenamtlich Aktiven diese Zeit zu ersparen. Wenn ein Verein sich in Steuerfragen auskennt, sollen auch andere davon erfahren und profitieren. Oder wenn für eine Aktion ein Beamer gebraucht wird, den ein Verein gerade nicht braucht, will Schwerdt die richtigen Kontakte knüpfen.

Lange Zeit war die Stelle, einst von der freien Kulturszene eingefordert, unbesetzt, wie Kulturdirektor Tobias Knoblich gestern erklärte – zunächst handele es sich dabei nun um eine Krankheitsvertretung, keine neue Stelle in der Verwaltung.

Hilfe bei notwendigen Genehmigungen will Schwerdt als Kulturlotse ebenso geben, wie die Anliegen der Künstler in der Verwaltung vertreten. „Kurz: Das Machbare ermöglichen“, nannte Schwerdt sein Motto. Aktuell befinde er sich auf einer Kennenlernrunde durch die Ämter der Stadt.

Knoblich stellte den neuen Kulturlotsen als wichtigen Partner der freien Kulturszene vor. Diese sei umfangreicher, als es die Größe der Stadt Erfurt vermuten lasse. „Sie reicht von der Saline 34 über Ladebalken und Klanggerüst bis zum Zughafen“, nennt Knoblich Beispiele. Eine besondere Vielfalt, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sei. Schwerdts Aufgabe sei es nun, Gefühl, Wissen und Kompetenz so zu vereinen, „um das rätselhafte Wesen Verwaltung zu verstehen.“

kulturlotse@erfurt.de