Einladende Musik erklingt zum ersten Picknickkonzert im Park von Schloss Mönchhof

Gotha-Siebleben  Wenn die Sonne noch ein wenig mehr zu spüren gewesen wäre, hätte dieses erste Picknickkonzert im Park von Schloss Mönchhof das Prädikat „perfekt“ verdient.

Maik Wachsmuth (links) schlüpfte in die Rolle des „Kanzlers zu Friedenstein Adolph Christian von Avemann“ und machte den Besuchern des Picknickkonzertes im Schloss Mönchhof seine Aufwartung. Foto: Horst Gröner

Maik Wachsmuth (links) schlüpfte in die Rolle des „Kanzlers zu Friedenstein Adolph Christian von Avemann“ und machte den Besuchern des Picknickkonzertes im Schloss Mönchhof seine Aufwartung. Foto: Horst Gröner

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Doch auch so waren die Veranstalter von der Europäischen Louis-Spohr-Kulturgesellschaft mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden. Denn es regnete nicht, Stühle und Rasenflächen waren gut besetzt, und es herrschte eine angenehm-entspannte Atmosphäre, wo man auch hinsah.

Erstaunlich zu beobachten war auch, wie viele der Besucher sich Stühle, Campingtische und gefüllte Körbe mitgebracht hatten und sich auf solch ein Picknick einzustellen wussten. Wer es bequemer haben und sich vor Ort verwöhnen lassen wollte, der konnte sich am Stand des Kaffehauses Sust mit Leckereien und Köstlichkeiten versorgen. Durch die professionelle Übertragungstechnik, eingerichtet von den Gebrüdern Schorr, war die Musik an allen Stellen im Park gut zu hören, ohne dass die Ohren strapaziert wurden.

Vor dem Schloss hatten die Musiker ihren Platz gefunden. Alexej Barchevitch (Violine) trat wieder als Louis Spohr auf und hatte zum gemeinsamen Musizieren seine Freunde mitgebracht: Michael Hochreither (Cello), Jens Goldhardt (Klavier) und René Münch (Schlagzeug). Eine angenehme Überraschung war dabei die Sängerin Barbara Cramm.

Mit ihrem leichten und klaren Sopran gestaltete sie einfühlsam ihre Lieder und Chansons und überzeugte auch durch eine beachtliche Höhe, in die sie mühelos hinüber wechseln konnte.

Das Programm dieser Gruppe „Spohr & Friends“ bestand im übrigen wieder aus Perlen der Musikliteratur. Darin bestachen besonders die „Méditation“ aus der Oper „Thaïs“ von Jules Massenet (Barchevitch und Goldhardt), der „Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns (Hochreither und Goldhardt) und ein Tango von Carlos Gardel (Barchevitch). Aber auch die weiteren jazzigen und swingenden Titel fanden beim Publikum große Resonanz.

Als Zugabe spielte Barchevitch noch einige Variationen aus Nicolò Paganinis „Der Karneval von Venedig“, bei denen die Besucher von Barbara Cramm zum Mitsingen nach der bei uns bekannten Textzeile „Mein Hut, der hat drei Ecken“ animiert wurden.

Den historischen Rahmen bei dieser Veranstaltung gab Ortsteilbürgermeister Maik Wachsmuth mit Familie in der Rolle des „Fürstlich-Sächsisch-Gothaischen Geheimen Rats und Kanzler zu Friedenstein Adolph Christian von Avemann“, dem Erbauer von Schloss Mönchhof im Jahr 1729.

Wachsmuth fand in seiner ­Begrüßungsrede „lobende Worte“ für die Initiatoren des ­Picknickkonzertes, Michaela und Alexej Barchevitch sowie das Ehepaar Balling, das als die heutigen Schlossbesitzer die Parktore für das Ereignis geöffnet hätte.

So gab es rundum glückliche und zufriedene Gesichter. Und alle waren sich einig darüber, dass dieses Konzert im Park das gesellschaftlich-kulturelle Leben in Gotha wunderbar bereichert hat.

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