Neue Beitragsordnung für Erfurts Kitas und Krippen

Das 2011 eine neue Beitragsordnung für die Kitas und Krippen in der Landeshauptstadt in Kraft treten soll, ist unstrittig. Allerdings befürchten die Eltern der Einrichtungen in Thepra-Trägerschaft eine drastische Erhöhung.

Die Betreuung in Kitas und Krippen könnte in Erfurt mit dem neuen Jahr erheblich teurer werden.

Die Betreuung in Kitas und Krippen könnte in Erfurt mit dem neuen Jahr erheblich teurer werden.

Foto: zgt

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Eine neue Beitragsordnung für Kindertagesstätten und Kinderkrippen soll am 1. Januar 2011 in Kraft treten – das ist offenbar unstrittig. Wie sie allerdings aussehen soll, das macht zumindest den Elternvertretern der Einrichtungen in Alach und Waltershausen Sorgen, die vom Freien Träger Thepra betrieben werden.
Denn dieser hat bereits eine neue Ordnung der Betreuungsentgelte für seine Einrichtungen vorgelegt; die Elternvertreter rechneten gestern Abend im Jugendhilfeausschuss vor, dass mit Erhöhungen um bis zu 400 Prozent zu rechnen sei.
"Derzeit erarbeiten wir eine Entgeltordnung, mit der die Elternbeiträge vereinheitlicht werden sollen. Diesen Auftrag hat uns der Stadtrat per Beschluss erteilt", sagte dazu Jugendamtsleiter Hans Winklmann. Der Entwurf dieser neuen Ordnung müsse jedoch erst noch in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters abgesegnet und dann vom Stadtrat per Beschluss akzeptiert werden, bevor sie in Kraft treten könne, was für Beginn nächsten Jahres vorgesehen sei. Beides jedoch sei noch nicht geschehen. Zudem sei ausdrückliches Ziel dieser Neuordnung, die Elternbeiträge nicht generell anzuheben. Zudem sei eine solche Ordnung nur für Einrichtungen der Stadt verbindlich. "Wir können die Freien Träger nicht zwingen, ihre Entgelte danach zu richten. Sie müssen selbst entscheiden", sagte Winklmann. Die Träger hätten jedoch in der Arbeitsgruppe, die sich mit der Entgeltordnung befasst, mehrheitlich Zustimmung signalisiert.
"Befremdlich" fand Ausschussmitglied Michael Panse (CDU), dass Entwürfe und Zahlen bereits in der Öffentlichkeit kursierten, bevor sie dem Jugendhilfeausschuss und damit den Stadtratsmitgliedern zur Kenntnis gegeben seien. Aufschluss erhoffen sich alle von der Sitzung am 30. September: Dann soll das Jugendamt den Entgeltentwurf vorstellen.

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