„Thüringer Rose“ an elf engagierte Frauen und Männer verliehen

Erfurt  Anerkennung für den Einsatz zugunsten von älteren, krebs- oder auch sterbenskranken Menschen

Anja Hoffmann (l.) aus Haynrode im Eichsfeld ist eine der elf Thüringerinnen und Thüringer, denen Sozialministerin Heike Werner (Linke) am Mittwoch die „Thüringer Rose“ überreichte. Foto: Peter Michaelis

Anja Hoffmann (l.) aus Haynrode im Eichsfeld ist eine der elf Thüringerinnen und Thüringer, denen Sozialministerin Heike Werner (Linke) am Mittwoch die „Thüringer Rose“ überreichte. Foto: Peter Michaelis

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Elf Frauen und Männer sind am Mittwoch in Erfurt für ihr bürgerschaftliches und soziales Engagement mit der „Thüringer Rose“ ausgezeichnet worden. Sie hätten mit ihrem Einsatz dazu beigetragen, anderen Menschen mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, erklärte Sozialministerin Heike Werner (Linke).

Die Auszeichnung erinnert an das sogenannte Rosenwunder der Thüringer Landgräfin Elisabeth, die auf der Wartburg lebte und von dort vertrieben wurde. Sie wurde kurz nach ihrem frühen Tod wegen ihres Einsatzes für Arme und Kranke 1235 heiliggesprochen.

Aus zahlreichen Vorschlägen hat die Jury folgende Thüringerinnen und Thüringer für die Auszeichnung ausgewählt:

Waltraud Cott (Gotha) ist nahezu jeden Tag für die Seniorenarbeit aktiv. Sie engagiert sich seit über 15 Jahren im Seniorenbeirat der Stadt Gotha.

Anna-Maria Dette (Breitenbach, Landkreis Eichsfeld) engagiert sich in einer Selbsthilfegruppe. Sie unterstützt Frauen, die mit der Diagnose Krebs konfrontiert werden, und verhilft ihnen zu einer normalen Lebensführung trotz dieser Krankheit.

Jörg Fehling (Erfurt-Bischleben) ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Er hat das gesamte Spektrum der Arbeit der Feuerwehr erlebt, seit 2006 ist er Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes Erfurt.

Anja Hoffmann (Haynrode, Landkreis Eichsfeld) liegt viel am Zusammenhalt aller Mitmenschen in ihrem Heimatort. Dafür tut sie sehr viel. Sie ist für Verwandtschaft, Freunde und Nachbarn zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird.

Waldemar Lenzer (Gera) hat die Volkssolidarität in Gera mit aufgebaut. Er war in der Volkssolidarität über 40 Jahre haupt- und ehrenamtlich tätig. Er hat sich immer für die Bedürfnisse Älterer eingesetzt und es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Generationen zu verbinden.

Hans-Jürgen Mayer (Schmalkalden) engagiert sich intensiv für die Belange Krebskranker sowohl in Thüringen als auch bundesweit. Er war Leiter der Gruppe „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ in Schmalkalden. Später war er sogar Vorsitzender des Thüringer Landesverbandes.

Monika Mittermeier (Apolda) hat 1999 den Seniorenbeirat im Weimarer Land gegründet. Seitdem haben die Senioren im Landkreis ein gewichtiges Wort mitzureden. Seit 2009 ist sie die Vorsitzende.

Ursula Rother (Erfurt) arbeitet seit 25 Jahren ehrenamtlich sowohl im Thüringer Landesverband der Deutschen Rheumaliga als auch in der Arbeitsgemeinschaft Erfurt mit. Sie hat den Thüringer Landesverband mit seinen 4500 Mitgliedern aufgebaut, mitgestaltet und geprägt.

Martin Stempel (Weimar) konnte 1998 für die ehrenamtliche Mitarbeit im Weißen Ring gewonnen werden. Seinem engagierten Einsatz ist es zu verdanken, dass die Hilfsangebote des Vereins bereits nach kurzer Zeit Polizei, Seniorenclubs und Schulen in Weimar und im Weimarer Land bekannt waren.

Rosemarie Wandt (Eisenach) hat vor über 20 Jahre für Osteoporosepatienten eine Trainingsgruppe gegründet. Damit entstand für viele Menschen in Eisenach erstmals außerhalb des professionellen Gesundheitswesens ein weiteres Hilfsangebot.

Dr. Lothar Zeuner (Arnstadt) hat sich den Belangen der Schmerztherapie und Palliativmedizin verschrieben. Der Aufbau der Palliativstation in Ilmenau wäre ohne sein Zutun kaum möglich gewesen.