Gothaer Tigernachwuchs zeigt die Krallen beim Arztbesuch

Vor vier Wochen glichen Gota und Gotschka, so heißen jetzt die beiden Tigerkinder aus dem Gothaer Tierpark, noch zwei kleinen Plüschtieren. Zwar fauchend und kratzend, jedoch noch einigermaßen anzufassen. Das hat sich in den letzten Tagen geändert.

Nur mit einem Kescher gesichert konnte sich Tierarzt Jochen Rönnert (links), hier mit Tierpflegerin Anett Engelhardt, dem Tigermädchen Gota nähernd, um die Impfung vorzunehmen. Foto: Conny Möller

Nur mit einem Kescher gesichert konnte sich Tierarzt Jochen Rönnert (links), hier mit Tierpflegerin Anett Engelhardt, dem Tigermädchen Gota nähernd, um die Impfung vorzunehmen. Foto: Conny Möller

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gotha. Die beiden Schmusekätzchen wachsen jetzt zu Raubkatzen heran. Das bemerkte auch der Gothaer Tierarzt Jochen Rönnert, der den Tigernachwuchs seit der Geburt betreut. Am Donnerstag schaute der Tierdoktor bei den kleinen Amurtigern vorbei, um ihnen die Wiederholungsimpfung zu geben und sich bei Tierpflegerin Anett Engelhardt zu erkundigen, ob alles in Ordnung ist.

Nur mit einem Kescher waren Gota und Gotschka zu bändigen. Böse fauchten sie den "Onkel Doktor" an und zeigten demonstrativ ihre Krallen. Dr. Jochen Rönnert ließ sich davon nicht beirren, bereitete in aller Ruhe die Spritzen mit den Impfstoffen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, Leukose und Tollwut vor. Als Erste musste Gota ran. Tierparkmitarbeiter Ricardo Jünger brachte das Weibchen gemeinsam mit der Tierpflegerin aus dem sicheren Tigerhaus ins Freie. Nur mit Mühe konnte die kleine Tigerin gehalten werden. Anett Engelhardt schätzt das Gewicht auf etwa 15 Kilogramm.

Etwas mehr, so um die 18 Kilo, hat Gotschka auf den Rippen. Der Tierarzt staunte nicht schlecht, als er die beiden sah. Die Nahrung wird jetzt vorwiegend von Rindfleisch bestimmt, nur ab und zu werden sie von Mutter Taiga noch gesäugt. "Die Tigerkinder erhalten jetzt ihren Impfpass, in dem alle Impfungen, die Chipnummer, Tierart und Geschlecht enthalten sind", sagte Tierarzt Rönnert. Der Impfpass ist analog ausgestellt wie bei Hunden oder Katzen.

Überprüft wurde auch, ob die eingesetzten Chips noch funktionstüchtig sind und an ihrer richtigen Stelle sitzen. Auch hier gab es nichts zu beanstanden. "Der Tigernachwuchs ist weiterhin täglich von 9 bis 13 Uhr im Freigehege des Gothaer Tierparks zu sehen", sagte Anett Engelhardt.

Namen für Gothaer Tigernachwuchs gefunden

Nach 20 Jahren gibt's im Gothaer Tierpark wieder Nachwuchs bei den Amur-Tigern

Frühlingsgefühle und Nachwuchs im Gothaer Tierpark

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.