ThSV Eisenach hat es sich im Wohnzimmer bequem gemacht

Eisenach.  Den Eisenacher Zweitliga-Handballern gelingt beim 31:24 gegen den TV Emsdetten der achte Saisonsieg

Torhüter Blaz Voncina ThSV Eisenach im Zweikampf mit Jan Mojzis

Torhüter Blaz Voncina ThSV Eisenach im Zweikampf mit Jan Mojzis

Foto: Sascha Fromm / Thueringer Allgemeine

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Sead Hasanefendic bezeichnete die Werner-Aßmann-Halle vor dem Anpfiff als das Wohnzimmer seiner Mannschaft. Manchmal aber kann es selbst in den eigenen vier Wänden im ersten Augenblick recht unbequem werden.

Aber die Hauptsache beim 31:24 (16:15) gegen den TV Emsdetten war schließlich, dass die Gäste zwei Punkte dagelassen hatten, als sie gegangen waren. Für den ThSV Eisenach derweil bedeutete der achte Saisonsieg zugleich, dass sich der Aufsteiger mit 17:9 Punkten in der oberen Tabellenhälfte der 2. Bundesliga etabliert hat. So ausgelassen die fast 2000 Zuschauer nach dem Schlusspfiff feierten, so sehr mussten sie zumindest eine Halbzeit darum kämpfen. Die in dieser Serie zu Hause noch verlustpunktfreien Thüringer standen sich vor der Pause ein ums andere Mal selbst im Weg. Beim 11:8 (22.) schien es so, als gäbe es zu Hause einen ruhigen Abend. Aber blitzschnell hatte Emsdetten das 11:11 (24.) hergestellt.

Eisenachs Spiel lebte zunächst davon, dass vor allem die Außenspieler zu Toren kamen. Ivan Snajder und Ante Tokic hatten bis zur Halbzeit zehn der 16 Tore erzielt, blieben dabei aber selbst nicht fehlerfrei. Insgesamt schlugen zwölf vergebene Chancen erheblich zu Buche. Zu den Aktivposten gehörte einmal mehr der quirlige Yoav Lumbroso. Der nur 1,72 Meter kleine Rückraumspieler zog einmal reaktionsschnell ab (10:8/21.), ein anderes Mal erwies er sich als Schlitzohr, als er beim 14:12 (27.) über das halbe Feld ins leere Tor traf. Der knappe Vorsprung hielt bis zur Pause auch deshalb, weil Torhüter Blaz Voncina im ersten Durchgang acht Bälle wegfischte. Später glänzte er zudem bei einem gehaltenen Strafwurf und brachte es auf 13 Paraden.

Um den Druck aus dem Rückraum zu erhöhen, rückte Andrej Obranovic für den glücklosen Luka Kikanovic auf das Feld. Tatsächlich bedankte er sich mit dem Tor zum 20:17 (37.), das er mit erhobener Faust quittierte und den Gegner zu einer Auszeit zwang. Emsdetten, mit Eisenachs Ex-Kapitän Marcel Schliedermann und Dirk Holzner als einem weiteren ehemaligen ThSV-Akteur im Aufgebot, geriet nun ins Hintertreffen. Da störte selbst ein Lattentreffer von Tokic nicht mehr, weil – eben in den eigenen vier Wänden – dann auch das Glück zur Seite stand. Den zurückspringenden Ball versenkte Obranovic zum 25:18 (46.), während Adrian Wöhler wenig später einen Tempogegenstoß mit einem Dreher gekonnt zum 26:19 (48.) über die Linie hievte und damit endgültig alle Zweifel am Heimsieg beseitigte. Längst hatte es sich Eisenach im Wohnzimmer bequem gemacht.

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