Landkreis Gotha. Trotz Fachkräftemangel sind viele Menschen im Kreis Gotha arbeitslos. Welche Branchen noch Mitarbeiter suchen.

Die Arbeitslosigkeit ist im Januar im Landkreis Gotha erheblich gestiegen. 4457 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das seien 406 Personen (zehn Prozent) mehr als im Dezember und 458 Menschen (zwölf Prozent) mehr als vor einem Jahr, teilte die Agentur für Arbeit mit. Die Arbeitslosenquote betrug 6,2 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 5,6 Prozent.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1081 Menschen arbeitslos. Davon kamen 541 Personen direkt aus der Erwerbstätigkeit. 674 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. 245 dieser Personen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Freie Stellen im Kreis Gotha im Vergleich zum Vorjahr gestiegen

Die Unternehmen in Gotha suchen auch weiterhin Mitarbeiter: 186 Stellen wurden im Januar neu gemeldet. Das waren 4 weniger als im Vormonat, aber 52 mehr als vor einem Jahr. Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen verarbeitendes Gewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Aktuell befinden nach Angaben der Agentur für Arbeit Thüringen Mitte sich damit 811 freie Stellen im Bestand.

Die Entwicklung der Arbeitslosenzahen zwischen September 2023 und Januar 2024.
Die Entwicklung der Arbeitslosenzahen zwischen September 2023 und Januar 2024. © Andreas Wetzel

Die Arbeitslosigkeit steigt schon seit einigen Monaten im Landkreis Gotha. Im November 2023 waren 4051 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Oktober war die Zahl allerdings niedriger, da 3971 gemeldet waren. Im September waren es 4005 Arbeitslose.

Im ganzen Arbeitsagenturbezirk Thüringen Mitte waren 22.045 Menschen im Januar arbeitslos gemeldet. Das waren 1896 Personen (neun Prozent) mehr als im Dezember und 1913 Menschen (zehn Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,2 Prozent; vor einem Jahr lag sie noch bei 5,7 Prozent.

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