Jenaer ECO-Schulpreis zum Motto 'Schule und Internationalität' vergeben

Die Auszeichnungen gehen an die "Stoy"-, die Jenaplanschule und an das Christliche Gymnasium. Den Hauptreis bekam ein deutsch-tschechisches Partnerschaftsprojekt.

Sie haben den Hauptpreis des diesjährigen "ECO-Schulpreises" zuerkannt bekommen (v.l.): Pia Weinmann, Lisa-Marie Olthoff, Nadine Günther und Lehrerin Jana Zeutschel von der "Stoy"-Berufsschule. Foto: Schmalbrock

Sie haben den Hauptpreis des diesjährigen "ECO-Schulpreises" zuerkannt bekommen (v.l.): Pia Weinmann, Lisa-Marie Olthoff, Nadine Günther und Lehrerin Jana Zeutschel von der "Stoy"-Berufsschule. Foto: Schmalbrock

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Jena. Alina Sonnefeld formulierte es gestern als Vorstandsmitglied der Jenaer ECO-Schulstiftung schön philosophisch, in welchem Geiste der ECO-Schulpreis nun zum zweiten Male vergeben worden ist: nämlich für solcherlei Engagement, das "nicht nur dem, was vorgegeben" ist, folgt, sondern wo "auch extra was draufgegeben" wird, so sagte die 17-jährige Jenaplan-Schülerin.

Den mit 2000 Euro dotierten Hauptpreis zum Motto "Schule und Internationalität" erhielt in diesem Jahr eine Lerngruppe der Berufsschule "Karl Volkmar Stoy". Die "Stoy"-Schüler pflegen eine Partnerschaft mit einer Schule im tschechischen Plzen und fertigten auf Deutsch und Tschechisch eine Zeitung zum Thema "Familie und Arbeit". Zudem wurden zwei weitere mit jeweils 500 Euro dotierte Preise vergeben: Gewürdigt wurde so die langfristige Chile-Hilfe des Christlichen Gymnasiums, die sogar auf Vor-Ort-Unterstützungen der jungen Jenaer etwa beim Aufbau einer Armenküche in dem Andenland hinausläuft.

Die anderen 500 Euro kommen in der Jenaplanschule der Schülerfirma "Fairma" zugute. "Fairma" bietet im Schülercafé des Hauses ausschließlich fair gehandelte und regionale Produkte und münzt - auch dank übernommener Catering-Aufgaben - die Einnahmen in Spenden für die nicaraguanische Partnerstadt San Marcos um. Weil Jenaplan mit San Marcos einen Austausch pflegt, halfen Jenaer Mädchen und Jungen zum Beispiel auch schon bei der Kaffee-Ernte in Nicaragua - worauf ins "Fairma"-Angebot zusätzlich fair gehandelter Kaffee aufgenommen wurde, berichtete Alina Sonnefeld.

Die ECO-Schulstiftung wurde vor vier Jahren gegründet anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Ernst-Abbe- und der Carl-Zeiss-Siedlung GmbH, die beide zur Ernst-Abbe-Stiftung gehören. Gisela John, langjährige Leiterin der Jenaplanschule, freute sich gestern, dass das Anliegen des Preises immer mehr verinnerlicht werde. "Die Stiftung ist jetzt doch in den Köpfen drin."

Schließlich ziele der Preis darauf zu lernen, "in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen", sagte Rolf F. Schmalbrock, Geschäftsführer der Ernst-Abbe-Stiftung . - Dazu der "experimentelle Ansatz, junge Leute in Gremienverantwortung" einzubinden: Dem Stiftungsvorstand gehören drei Schüler und drei Nicht-Schüler an.

Und wichtig: "ECO" stehe für die Vornamen von Abbe, Zeiss und Schott - mehr als Hinweis, dass Ernst, Carl und Otto auch einmal jung waren, wie Rolf Schmalbrock erläuterte.

Jüngstes Vorhaben der Stiftung ist die Förderung der "MINT"-Fächer Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik: Gemeinsam mit dem Offenen Kanal Jena und dem Projekt "Witelo" der Imaginata sollen Schüler-Filme entstehen, die "kuppelkonform" als Vor-Clips im Programm des Zeiss-Planetariums laufen könnten.

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