Erfurt/Weimar. Wieder einmal soll sich ein Thüringer Arzt an den Krankenkassen und damit an den Versicherten bereichert haben. Nun muss er sich dafür vor Gericht verantworten.

Wegen Betrugs in großem Stil müssen sich von der kommenden Woche an ein Weimarer Hausarzt und seine als Praxishelferin angestellte Ehefrau vor der 10. Strafkammer des Landgerichts Erfurt verantworten. Dem Paar wird vorgeworfen, in den Jahren 2010 bis 2014 verschiedene Krankenkassen um rund 434.000 Euro betrogen zu haben, indem es nicht erbrachte Leistungen abrechnete. Betrug nach Paragraf 263 Strafgesetzbuch kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden, in besonders schweren Fällen droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Neben den strafrechtlichen Folgen drohen dem Arzt ein Entzug der Kassenzulassung, der Verlust der Approbation und ein Berufsverbot.