Nach Weimaraner Zuchtschau: Verein will Denkmal finanzieren

Bestnoten für zwei Hunde: Bei der Weimaraner-Schau am Wochenende in der Hundeschule Passion schnitten "Nemo vom Eulengrund" sowie "Gisa II vom Pfingstgehege" vorzüglich beziehungsweise sehr gut ab.

Chilli vom Feuerbach und Besitzerin Leonie von Sachsen-Weimar-Eisenach. Foto: Maik Schuck

Chilli vom Feuerbach und Besitzerin Leonie von Sachsen-Weimar-Eisenach. Foto: Maik Schuck

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Weimar. Die Halterinnen, Sandra Jeremiasch aus Zippelsförde bei Neuruppin und Sigrid Kiefer aus Friedland im Göttinger Raum, konnten sich freuen. 45 Hunde seien bewertet worden, sagte der renommierte Erfurter Züchter Kurt Franke. Bewertet wurden Aussehen, die Zähne, die Farbe des Fells, der Knochenbau und andere Faktoren mehr. Franke, 64 Jahre alt, züchtet seit mehr als 36 Jahre Weimaraner. Und Gisa stamme zum Beispiel aus seiner Zucht. Die letzten Züchter wirkten in Weimar in den 1940er Jahren. Und heute? "Es gibt höchstens welche, die glauben, sei seien welche." Mit der Schau wurde an die erste Weimaraner-Ausstellung nach der Wende vor 20 Jahren erinnert.

Der weltweit bekannten und beliebten Hunderasse Weimaraner soll an ihrem Herkunftsort ein Denkmal gesetzt werden. Das schlug dem Vernehmen nach Michael Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach vor. Gelegenheit dazu bot sich beim Empfang von Oberbürgermeister Stefan Wolf, der vor dem Wochenende anlässlich der 20. Zuchtschau des Vereins "Weimaraner-Klub Deutschland" stattfand.

Dessen Vorsitzender, Egon Gaßmann, sagte für den Verein zu, ein solches Denkmal in Weimar zu finanzieren, wenn sich die Stadt um einen geeigneten Standort und die Genehmigung bemüht. OB Wolf verwies indes laut eigenen Angaben auf die Kunstkommission der Stadt. An diese solle sich der Klub mit seiner Idee wenden, heißt es.dazu aus dem Rathaus

Der Weimarer Großherzog Karl August (1757-1828) gilt als Vater des Weimaraners. Er ließ die Rasse Anfang des 19. Jahrhunderts am Hof als Jagdhund halten. Seine Nachfahren wurden Samstag als besondere Gäste auf dem Gelände der Schöndorfer Hundeschule Passion begrüßt. Michael Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach (67) und seine Tochter, die 27-jährige Journalistin Leonie von Sachsen-Weimar-Eisenach, nahmen den ganzen Tag lang an der Zuchtschau teil und waren viel gefragte Gesprächspartner.

Insgesamt 300 aktive Teilnehmer aus Deutschland und darüber hinaus kamen zur Zuchtschau; vorgestellt wurden etwas mehr als 50 Hunde. Laut Veranstaltern kamen den Tag über zwischen 650 und 700 Besucher. Die Straße Am Teich stand teils voller geparkter Autos, bis vor zur Buswendeschleife. Dort behinderten die Autos am Mittag einen Bus der Linie 7.

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