Neues Erscheinungsbild der Volkshochschule Weimar

Neues Semester, neue Farben: Mit einem überarbeiteten Corporate Design startet die VHS Weimar in den Herbst.

Die Volkshochschule Weimar hat ein neues Design zu bieten. Foto: privat

Foto: zgt

Weimar. Damit die Marke bundesweit ein einheitliches Gesicht bekomme, hätten sich die VHS-Landesverbände auf ein gemeinsames Design inklusive neuem Logo geeinigt, sagte der VHS-Leiter Ulrich Dillmann. Die unterschiedlichen Kreise und Farben stünden für Begegnung und Vielfalt, aber auch für Individualität und Gemeinsamkeit.

So zahlreich vertreten wie die Volkshochschulen waren bisher auch deren Logos, Kurshefte und Webauftritte. "Mehr als 900 Einrichtungen gibt es, von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen, von Aachen bis Görlitz", erklärte Dillmann kurz vor dem Beginn des neuen Herbstsemesters.

Traditionell startet das Team mit einem Informationsabend zum Frühjahrssemester. Dazu gehört auch der Einstufungstest für Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch.

Die digitale Revolution schlägt sich auch hier nieder, denn im Vergleich zu früher nutzen nur noch wenige Menschen den Informationsabend, um sich für einen der 239 Kurse anzumelden. "Vieles geschieht mittlerweile online. Auch deshalb erscheinen die gedruckten Programmhefte in einer Auflage von 5500 Stück - eine deutlich geringere Stückzahl als noch vor zehn Jahren." Neben dem Internetauftritt der VHS-Weimar gebe es eine vom Bundesverband aufgelegte VHS-App, mit der sich auch Weimarer Kursangebote ermitteln ließen.

Stark im Kommen seien die Integrationskurse: Immer mehr Menschen, die auf Dauer in Deutschland leben wollen und kein oder nur wenig Deutsch sprechen, nutzten die Angebote der VHS. Von Herbst an will Dillmann die Zusammenarbeit mit der Stadt verstärken, die als Projektstandort für Thüringen im Programm "Willkommensbehörde" des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ausgewählt wurde. "Wir wollen dafür sorgen, dass der Austausch mit Behörden, Jobcentern und anderen Ämtern reibungslos verläuft", erklärte er.

Auch das Tagesgeschehen schlägt sich in dem Programm nieder: So beschäftigt sich eine Nah-Ost-Reihe mit dem Land zu beiden Seiten des Jordans, da der heutige Konflikt ohne Kenntnisse der Geschichte nicht zu verstehen sei. Zum Politiker-Speed-Dating im Vorfeld der Landtagswahl lädt die VHS am 8. September ein. Teilnehmer können sich in kürzester Zeit ein Bild von den Direktkandidaten der momentan im Landtag vertretenen Parteien machen.

Ein anderer Kurs ist für umgeschulte Linkshänder gedacht: Was heute als körperliche und seelische Verletzung gilt, war früher gang und gäbe. Das Seminar will klären, was man als umgeschulter Linkshänder beachten sollte, ob und wann eine Rückschulung auf die dominante Hand sinnvoll oder gefährlich ist und wo man weitere Hilfe findet.

Ein Schwerpunkt im Fachbereich kulturelle Bildung ist das Trommeln. Ansonsten mache man aus der Not eine Tugend und setze auf Kontinuität. Im Frühjahr sei die Fachbereichsleiterin Rita Heyme in den Ruhestand gegangen und bis heute sei die Stelle noch nicht wiederbesetzt worden, erklärte Dillmann. Neben weiteren Kursen zu Kunst, Musik, Tanz und Fotografie geht es in einem Wochenendkurs um den richtigen Kauf der Garderobe. Sinniger Titel des Seminars: "Der Kleiderschrank ist voll - ich habe trotzdem nichts anzuziehen."

Gesundheitsbildung, Sprachen, Arbeit und Beruf sowie Alphabetisierungskurse komplettieren das Angebot der Volkshochschule. Für den Gesamtbereich VHS, Mon Ami und das Kino im Mon Ami verfügt Dillmann 2014 über einen Etat von 500.000 Euro, rund 250.000 Euro stünden für die Volkshochschule zur Verfügung. Damit werden auch sieben Planstellen finanziert, wobei derzeit nur fünf besetzt sind.

Nach der erfolgten Geldkürzung durch den Stadtrat könnte man meinen, die finanzielle Situation der VHS ist angespannt. "Dem ist nicht ganz so. Vor allem durch die Projektgelder stehen wir ganz gut da." Dennoch machte Dillmann auf ein Ungleichgewicht im Land Thüringen aufmerksam. 0,32 Prozent der Ausgaben des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur wurden 2013 für den Bereich Erwachsenenbildung ausgegeben - für einen Anteil von 79 Prozent der Thüringer Bevölkerung." Die Ausgaben seien zwar gestiegen, der Landesverband sehe die Politik dennoch weiterhin kritisch.

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