Weimar: Backup@school macht mehr Spaß als Schule

Backup macht Schule: 30 Neuntklässler vom Schillergymnasium tauschen ihre Schulbänke für eine Woche mit den Hörsälen und Werkstätten an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität.

Backup@school: Die Schülerinnen Juliane und Elisabeth vom Schillergymnasium Weimar lernen bei der Studentin Catalina Giralda, wie man einen Zeichentrickfilm erstellt. Foto: Christiane Weber

Backup@school: Die Schülerinnen Juliane und Elisabeth vom Schillergymnasium Weimar lernen bei der Studentin Catalina Giralda, wie man einen Zeichentrickfilm erstellt. Foto: Christiane Weber

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Weimar. "Es macht mehr Spaß als Schule", meint der 14-jährige Antonio sogar, der sich gemeinsam mit Klassenkamerad Lukas (15) von dem angehenden Mediengestalter Arvid Neid im Programm "Making of ..." unterweisen lässt. Bislang als Wahlfach belegbar, ist das Fach Medienkunde seit Beginn des Schuljahres an der Medienschule Schillergymnasium fest im Lehrplan verankert und für die neunten und zehnten Klassen obligatorisch, berichten die Lehrer Heidrun Schorcht und Mario Koch. In sechs Workshops schnuppern die Gymnasiasten unter kompetenter Anleitung von Backup-Tutoren unter anderem in die Bereiche Zeichentrickfilm, 3-D-Animation, Special Effects und "Making of...".

"Die Stimmung ist sehr gut, der Eindruck positiv", hat Mario Koch erfahren, wie aufmerksam und wissbegierig die Schülerinnen und Schüler sich den Anleitungen der Studierenden öffnen. "Die Schüler arbeiten manchmal sogar länger als sie müssen", staunt er über den Arbeitseifer. Sie lernen Mediengestaltung von vielen Seiten kennen, lernen, was es für Probleme geben kann, wie spannend, vielschichtig und mitunter auch mühselig das Fach in seinen verschiedenen Facetten sein kann. Zwar habe man bereits an schulinternen Filmprojekten gearbeitet, doch mit jenen technischen Möglichkeiten, über welche der Fachbereich an der Bauhaus-Universität verfügt, könne eine Schule nicht konkurrieren. Mario Koch und seine Kollegin hoffen "auf Festigung und Erweiterung des Wissens" bei den Schülern. "Es macht viel Spaß, ich zeichne sehr gerne", sagt die 15-jährige Juliane, die bei Catalina Giralda Feinheiten bei der Anfertigung von Zeichentrickfilmsequenzen lernt. Hoch motiviert und sehr zielorientiert beugen sie und die anderen fünf Workshopteilnehmer sich über die Zeichentische.

In den Workshops werden den Schülern filmische Spezialkenntnisse vermittelt, die weit über den Medienkunde-Unterricht hinausreicht. Wofür in der Schule neben anderen Fächern nur stundenweise Zeit bleibt, füllte nun eine Woche lang täglich sieben Stunden. So lange und so konzentriert haben die Schüler noch nicht in diesen Themen gearbeitet, sagt deshalb Medienkunde-Lehrer Mario Koch.

Ergebnisse im Lichthaus zu sehen

"Zu Hause habe ich das Programm auch, hier lernt man genau, wie man damit umgeht", freut Lukas (15) sich über den Zugewinn an Spezialkenntnissen. In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien werden alle Filme öffentlich gezeigt, die während der Backup-Workshops und des Schuljahres im Medienkunde-Unterricht entstanden sind. "Am 16. Juli sind wir im Lichthaus-Kino zu Gast", so Mario Koch, die die öffentliche Präsentation in einem professionellen Rahmen als "große Ehre" empfindet. Zwar würden die Schüler dort bereits zum dritten Mal Ergebnisse präsentieren, erstmals aber finde die Präsentation in einem so großen Rahmen mit so vielen Schülern statt.

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