Greiz. Iunus Gaisuev gelingt eine handfeste Überraschung. Greizer Landesligamannschaft unterliegt dennoch im Halbfinal-Heimkampf gegen Erzgebirge Aue

Wie im Vorjahr hat sich die Greizer Landesligamannschaft der Ringer nach der Hauptrunde für die Endkämpfe um die Plätze 1 bis 4 qualifiziert. Auftaktgegner für den Tabellenzweiten der Gruppe B war der Staffelsieger der Gruppe A, die zweite Mannschaft des FC Erzgebirge Aue.

Vor ungefähr 150 Zuschauern musste die umformierte Greizer Mannschaft, die Stilarten wurden im Vergleich zur Vorwoche gewechselt, eine 8:18 Niederlage hinnehmen. Die Gäste traten mit zwei ausländischen Auswahlringern an, von denen einer allerdings unterlag, und waren vor allem in den mittleren Gewichtsklassen deutlich stärker besetzt.

Der erstmals in der leichtesten Gewichtsklasse aufgebotene Silas Warmuth (54 kg/f), der Mühe hatte das vorgeschriebene untere Gewichtslimit von 48 kg zu erreichen, feierte mit einem 14:6 Erfolg über Finn Boos einen gelungenen Einstand in der zweiten Mannschaft. Sebastian Wendel (130 kg/f) bezwang den 30 kg schwereren Patric Oszenaschek, der konditionelle Schwächen nicht verdecken konnte, sicher mit 9:0.

Auf verlorenen Posten stand hingegen der B-Jugendliche Leon Weller (57 kg/g), der gegen den fünf Jahre älteren moldawischen Auswahlringer Anatoli Tincu schon in der ersten Minute 0:16 unterlag. Weder Alexander Bahn (98 kg/g) noch Erik Skotarczak konnten einen technischen Punkt erringen. Zwei Verwarnungen sicherten den 2:0 Erfolg des Greizers.

„Da ist mir heute zu wenig gelungen“, ärgerte sich Joey Wrensch (61 kg/f) nach seiner unerwartet hohen 0:13 Niederlage gegen Finn Weiß. Für eine handfeste Überraschung sorgte Iunus Gaisuev (87 kg/f) der die ungarische Nummer eins, Patrik Püspöki, der in den letzten beiden Jahren alle Welt- und Europameisterschaften für sein Land bestritt. Der tschetschenische Asylbewerber fing den Ungarn bei dessen Versuch einer Kopfschleuder ab und hatte beim Remis von 2:2 die höhere Wertung erzielt.

Der Jugendliche Richard Brand (66 kg/g) stand hingegen gegen den fünf Jahre älteren Aaron Hähnel, der aus Thalheim zu den Auern stieß, auf verlorenen Posten und unterlag mit 0:16. Auch Maximilian Böttger (79 kg/g) musste gegen Maximilian Becher eine 0:8 Niederlage hinnehmen. Auch im Abschlusskampf konnten die Gäste noch einmal vier Pluspunkte verbuchen.

Der aus dem thüringischen Artern stammende Steve Brylla faßte nach einem Kopf-Hüft-Schwung blitzschnell zur Zange und schulterte den überraschten Rasul Abdurashidov (72 kg/f).

Bereits in der nächsten Woche kommt es für die zweite Greizer Mannschaft zum Rückkampf gegen Aue II. Im Vorkampf zur Regionalligapartie Aue gegen Werdau ist 17:30 Uhr Kampfbeginn im Auer beruflichen Schulzentrum für die Greizer. Die Greizer werden es schwer haben, den Rückstand auswärts aufzuholen, trotzdem wird eine starke Truppe ins Erzgebirge reisen. Am Sonntag geht es dann für die männlichen Jugendlichen der Altersklassen A, B und C nach Jena zum traditionellen Sparkassenturnier.