Ex-RWE-Kapitän Kaffenberger hört auf

Erfurt.  Unter Tränen hat der einstige Kapitän des FC Rot-Weiß Erfurt, Marcel Kaffenberger, das Ende seiner Fußball-Karriere verkündet.

Marcel Kaffenberger beendet seine Fußball-Karriere nach zahlreichen Verletzungen mit nur 26 Jahren (Archivbild).

Marcel Kaffenberger beendet seine Fußball-Karriere nach zahlreichen Verletzungen mit nur 26 Jahren (Archivbild).

Foto: Sascha Fromm / TA

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Marcel Kaffenberger, einst Kapitän beim früheren Regionalligisten FC Rot-Weiß Erfurt, hat das Ende seiner Karriere verkündet. Vergeblich kämpfte er nach zahlreichen Verletzungen um die Rückkehr auf den Fußballplatz.

Kaffenberger standen bei der Verkündung seiner Entscheidung die Tränen in den Augen. „Wenn man mit 26 dem Fußballspielen aufhören muss, tut das natürlich ziemlich weh. Aber nach der letzten Verletzung und Operation im vergangenen Jahr hat sich die Situation für meinen Körper täglich nicht mehr verbessert, sondern eher verschlechtert. Deshalb muss ich aufhören“, sagte der Mittelfeldspieler, der am 9. August 2019 beim Landespokalduell gegen Heiligenstadt (5:0) für 13 Minuten zum letzten Mal in einem Pflichtspiel auf dem Platz stand.

Vor einem Jahr wurde der Mittelfeldmann am Sprunggelenk operiert, bevor er in jenem Duell auf den Platz zurückkehrte. Aber die Freude währte nur kurz. Noch im September musste er sich in der Erfurter Sportklinik bei Peter Ullmann erneut einem Eingriff unterziehen, diesmal an der Achillessehne. Seitdem rackerte Kaffenberger täglich in der Reha, um auf den Fußballplatz zurückkehren zu können. Aber die Schmerzen waren nie verschwunden. „Jetzt liegen 15 Jahren als Fußballer hinter mir. Da ist es klar, dass mir der Fußball sehr fehlen wird“, sagte Kaffenberger.

Der gebürtige Frankfurter begann mit fünf Jahren beim hessischen FC Eddersheim mit dem Fußballspielen, bevor er als Junior unter anderem bei Eintracht Frankfurt und dem FSV Mainz 05 kickte. Er absolvierte mit dem FSV Frankfurt absolvierte in seiner Karriere drei Einsätze. Mit Drittligist Sportfreunde Lotte gewann er im August 2016 im DFB-Pokal gegen Bundesligist Werder Bremen mit 2:1. „Ich persönlich blicke auf eine wunderbare Zeit, wo ich als Spieler außer im Jugendbereich, zwar nie Titel gewinnen konnte , aber behaupten kann, wundervolle Menschen als Freunde gewonnen zu haben und dass ein oder andere Fanherz“, schreibt Kaffenberger via Facebook an seine Anhänger.

In der Winterpause 2017/2018 wechselte er zum FC Rot-Weiß Erfurt. Nach der Insolvenz des Klubs und dem Abstieg in die Regionalliga Nordost führte Kaffenberger seine Mannschaft als Kapitän auf dem Platz. Aber sein Verletzungspech wollte auch in Erfurt nicht enden. Zu allem Überfluss meldete sich der FC Rot-Weiß im Januar aus der vierten Liga ab. Seitdem war der Mittelfeldmann vereinslos.

Privat erlebte er im Februar ein bislang nie dagewesenes Glück. Freundin Marina brachte Söhnchen Mats zur Welt. Noch im April rackerte der Fußballer in der Reha in Frankfurt/Main für eine Rückkehr – vergeblich. „Dem Fußball will ich in Zukunft auf jeden Fall verbunden bleiben, vielleicht sogar in Erfurt. Aber im Moment muss ich die Entscheidung erst einmal sacken lassen.“

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