FC Carl Zeiss Jena ist Tabellenführer: Von oben grüßt der Primus

Markranstädt  Der FC Carl Zeiss Jena gewinnt in Markranstädt mit 1:0 und ist neuer Spitzenreiter in der Regionalliga. Der Sieg kam spät zustande, war aber allemal verdient.

Tor für Jena: Der Jubel nach dem Treffer zum 0:1 durch Torschütze Niklas Erlbeck war groß. Foto: Kerstin Kummer

Tor für Jena: Der Jubel nach dem Treffer zum 0:1 durch Torschütze Niklas Erlbeck war groß. Foto: Kerstin Kummer

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Der FC Carl Zeiss Jena ist neuer Spitzenreiter der Regionalliga. Mit 1:0 gewannen die Thüringer gestern Nachmittag bei der zweiten Mannschaft des Rasenballsports aus Leipzig, die in Markranstädt ihre Spiele austrägt. Vom dort ansässigen SSV Markranstädt hatte Rasenballsport einst das Spielrecht erworben.

Genau 1036 Zuschauer waren gestern ins Stadion am Bad gekommen. Eindrucksvoll: darunter 800 aus Jena.

Und die feierten nach dem Spielende frenetisch ihre Mannschaft für einen Sieg, der spät zustande kam, dafür aber hoch verdient war.

Es war der eingewechselte Florian Giebel, der mit einem Pass in die Gasse der Wegbereiter des Siegtores war. Er spielte Jakub Wiezik an, der die Kugel auf Marcel Bär legte. Von der Grundlinie flankte der nach innen – das Leder wurde abgewehrt; direkt aber vor die Füße von Niklas Erlbeck. Und der verdiente sich bei seinem Schussversuch zwar keine besonders guten Haltungsnoten, was zählt, ist das Ergebnis: der Ball war drin – und der Torschütze versank im königsblauen Jubelknäuel.

„Die Jungs haben die ganze Woche eine Wahnsinnsleistung abgerufen. Wir sind sehr glücklich mit dem Sieg heute“, sagt Volkan Uluc, der Trainer des FCC.

Der hatte vorab gewarnt, dass nach den kräftezehrenden Partien gegen den Berliner AK und den VfB Stuttgart durchaus Verschleiß zu spüren sein könnte. Zwei Akteure fielen nach dem Höhepunkt im Pokal gegen Stuttgart aus. Mergim Vojvoda mit einem Muskelfaserriss und Manfred Starke, der seit Wochen mit Innenbandproblemen zu kämpfen hatte. Für die beiden durften zwei Eigengewächse ran: Maximilian Schlegel, der in Markranstädt auch ein Tor erzielte, was aber wegen Handspiels keine Anerkennung fand – ganz im Gegenteil: es gab die Gelbe Karte –, und Angreifer Johannes Pieles.

„Man hat in der Anfangsphase gemerkt, dass die Mannschaft noch nicht so da war. Da haben wir schon einiges zugelassen“, sagt Volkan Uluc. Doch da war ja noch Torwart Raphael Koczor, der stets hellwach auf der Hut war und die wenigen Gelegenheiten der Rasenballsportler vereitelte. Und auf der anderen Seite gab es aber auch eine große Chance für die Thüringer. Doch Velimir Jovanovic scheiterte in der sechsten Minute aus Nahdistanz am Torsteher der Hausherren.

Nach dem Seitenwechsel wurde Jena stärker, profitierte auch von der Ampelkarte gegen Gino Fechner, der FCC-Mann Marcel Bär rüde fällte (50.). „Danach haben wir kompakt gestanden. In der Schlussphase sind wir dann mit dem Tor belohnt worden“, sagt Uluc. Und nicht nur das: Von ganz oben grüßt der neue Primus Jena nun.

Bis Dienstag haben die Jenaer nun erst einmal frei – dann steht am späten Nachmittag die erste Trainingseinheit an. Schließlich will man am kommenden Sonntag wieder parat sein – dann gastiert der Überraschungsneuling FC Oberlausitz Neugersdorf im Ernst-Abbe-Sportfeld.

Erstmals seit Regionalliga-Zugehörigkeit wird es für den FC Carl Zeiss Jena dann darum gehen, die Tabellenspitze zu verteidigen. Denn Erster war der FCC in den dreieinhalb Jahren der Viertklassigkeit bisher noch nicht. Entscheidend ist aber nicht die aktuelle Momentaufnahme, sondern die Endabrechnung im kommenden Frühsommer. Dann gilt es, Spitzenreiter zu sein.

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