Wenn das Forstamt Marksuhl einen Schultag im Wald veranstaltet

Auch 2014 hieß es wieder: Waldjugendspiele an der Sängerwiese. Diesmal allerdings ohne Sieger. Die Ausrichter des Forstamtes Eisenach hatten sich entschlossen, das Ringen um vordere Plätze in den Hintergrund zu rücken. Im Vordergrund soll der Spaß und das Lernen beim Schultag im Wald stehen.

Außerhalb des offiziellen Parcours mit 15 Stationen der Waldjugendspiele an der Sängerwiese gab es für die Teilnehmer einige Angebote der Betätigung. Das Tauziehen erfreute sich bei den Grundschülern dabei großer Beliebtheit. Foto: Jensen Zlotowicz

Foto: zgt

Eisenach. Schüler und Lehrer können mit dieser neuen Regelung gut leben, so der Tenor. Denn tatsächlich haben die Waldjugendspiele, erst recht bei idealem Wetter wie gestern, ganz andere Vorzüge als auf dem Treppchen zu stehen. Punkte wurden für Aufgaben an insgesamt 15 Stationen dennoch vergeben. Am Ende wurden sämtliche von den 20 Klassen erzielten Punkte addiert. Je Punkt zahlt das Forstamt 50 Cent. Das Geld fließt in die Kinderkulturnacht am 12. Juli in Eisenach. 744 Punkte aller Teams ergaben 372 Euro. Das Forstamt Marksuhl fand dafür Sponsoren.

Der Wald zwischen Sängerwiese und Knöpfelsteichen wurde für etwa 350 Mädchen und Jungen der Klasse 3 und 4 gestern zum Klassenzimmer. Zu meistern waren Aufgaben, bei denen das Wissen zählte und solche, wo sportliche Fähigkeiten gefragt waren wie beim unverzichtbaren Holzumstapeln oder Wettsägen. Auf der anderen Seite sollten sich die Grundschüler mit Baumarten, Pflanzen, Pilzen, Lurchen oder Waldarbeiterwerkzeugen auskennen.

Geld für die Kinderkulturnacht in Eisenach

Dass die Waldjugendspiele diesmal Geld für die Kinderkulturnacht einspielten, passt so recht zum diesjährigen Motto der Unesco-Welterbestätten: "Natur und Kulturtourismus", worin Wartburg und der Nationalpark Hainich fest eingebunden sind. "Ich hoffe, ihr kommt auch alle zur Kinderkulturnacht nach Eisenach", warb Eisenachs Sozialdezernentin Dorothea Hegele für diese und andere Kulturveranstaltungen.

Für den reibungslosen Ablauf der Waldjugendspiele hatten einmal mehr zahlreiche Bedienstete des Forstamtes Marksuhl und Nachbarforstämter gesorgt. Mit spendierter Brause und Bratwurst gestärkt und von Waldhornbläsern unterhalten machten sich die 350 nach einem erlebnisreichen Tag im Wald auf den Heimweg und einer meinte bei der Abschlusszeremonie, dass man den Klassenraum ruhig häufiger in den Wald verlegen könnte.

Bild 1: Außerhalb des offiziellen Parcours mit 15 Stationen der Waldjugendspiele an der Sängerwiese gab es für die Teilnehmer einige Angebote der Betätigung. Das Tauziehen erfreute sich bei den Grundschülern dabei großer Beliebtheit. Fotos: Jensen Zlotowicz

Bild 2: Revierförster Bernd Schröder vom Forstamt Werratal half als Forstpate ebenso aus wie Kollegin Anja Kempf. Die Vierer der Oststadtschule waren die besten Zapfenzielwerfer, ergab die Auswertung.

Bild 3: Alle 20 Grundschulklassen , hier aus Wutha-Farnroda, erhielten den "Baum des Jahres" von Antje Jarski (li.), der stellvertretenden Forstamtsleiterin Iris Lampa (hinten) und Forstamtsleiter Ansgar Pape.

Bild 4: An der Greifvogelstation gab es zwar keine Punkte zu ergattern, aber auch einige Fragen bei den Falknern Lisa und Elias Schubach von der Greifenwarte am Rennsteig zu beantworten. Hier die Gruppe der Mosewaldschule Eisenach.

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