Pläne: Abitur soll für Krankenschwestern Pflicht werden

Tag und Nacht sorgen Krankenschwestern und Pfleger für ihre Patienten. Sie bringen ihnen Medizin, helfen beim Aufstehen und bei vielen anderen Dingen. Die Europäische Union (abgekürzt: EU) plant, dass Männer und Frauen künftig Abitur haben müssen, wenn sie den Beruf erlernen wollen.

Die Europäische Union plant, dass Männer und Frauen künftig Abitur haben müssen, wenn sie den Beruf erlernen wollen. Archiv-Foto: dapd

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Saarbrücken. Der deutsche Gesundheitsminister Daniel Bahr hält das nicht für richtig.

In der EU arbeiten 27 Länder zusammen. Sie wollen in Frieden miteinander leben und Probleme gemeinsam lösen. Deswegen erarbeiten sie Regeln und machen Gesetze, die in jedem Land gleichermaßen gelten. Die EU-Kommission plant nun, dass Menschen, die in Gesundheitsberufen arbeiten wollen, Abitur haben müssen. Wer Krankenschwester oder Pfleger werden will, muss zuvor am Gymnasium seine Prüfungen machen. Die EU-Kommission ist so etwas wie die Regierung der EU.

Der deutsche Gesundheitsminister findet die Pläne nicht gut. Das hat er der "Saarbrücker Zeitung" gesagt. Daniel Bahr meint, dass auch Leute sehr gute Krankenschwestern oder Pfleger werden können, die nur eine Hauptschule oder eine Realschule gemacht haben. Den Journalisten der Zeitung sagte er: "Häufig kommt es viel mehr auf die soziale Kompetenz an, statt auf die verbrachte Zeit in der Schule." Mit sozialer Kompetenz sind viele Dinge gemeint, zum Beispiel, dass Menschen wahrnehmen, was für andere wichtig und hilfreich ist. Sie sollen sich einfühlen und andere unterstützen können. Es meint aber auch, dass Menschen Verantwortung übernehmen und mit anderen gut zusammenarbeiten können.

Daniel Bahr hat gesagt, dass er sich gegen die Pläne wehrt, das Abitur für Krankenschwestern oder Pfleger zur Pflicht zu machen. Er findet das Vorhaben nicht gut. Er sagte: "Wir müssen auch Haupt- und Realschülern die Möglichkeit geben, einen Pflegeberuf zu ergreifen."

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