"Waschmaschine": Bundeskanzleramt wird zehn Jahre alt

Das Bundeskanzleramt in Berlin feiert Geburtstag. Das neue Gebäude, in dem jetzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) arbeitet, war damals nicht sonderlich beliebt.

Das Bundeskanzleramt mit der Skulptur "Berlin" des Künstlers Eduardo Chillida. Foto: dapd

Das Bundeskanzleramt mit der Skulptur "Berlin" des Künstlers Eduardo Chillida. Foto: dapd

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Berlin. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) fand es "zu wuchtig und groß für die Mitte der Hauptstadt". Viereinhalb Jahre residierte er im Kanzleramt. Heute vor zehn Jahren nahm Schröder den Schlüssel für den Bau am Spreebogen entgegen. Seit November 2005 ist Angela Merkel hier die Hausherrin.


Wenn sie auf den Balkon ihres Büros in der siebten Etage tritt, blickt sie auf den nahen Reichstag, in dem die gewählten Parlamentarier Gesetze verabschieden. Angela Merkel hat also die Vertretung des Volkes immer im Blick.


Auf Angelas Merkels Schreibtisch steht vor allem ein Globus. Den hat sie sich angeschafft, weil sie oft reist oder über andere Länder spricht oder Gäste aus anderen Ländern empfängt. Und da ist es sehr hilfreich, wenn sie einen Blick auf die Weltkugel werfen und sich genau anschauen kann, wo genau die einzelnen Länder liegen, wer die Nachbarn sind und wie die Geografie der Welt zusammenhängt.


Im Amt befindet sich auch ein Kabinettsraum, in dem Angela Merkel mit ihren Ministern zusammensitzt. Hier gibt eine altertümliche Klingel, die hat eine Verbindung in den Vorraum und wenn die Kanzlerin dort draufdrückt, kommt jemand und fragt, ob Angela Merkel und ihre Minister eine Kopie brauchen oder irgendein Material haben wollen.


In der Mitte des Kanzleramtes befindet sich das 36 Meter hohe, würfelförmige sogenannte Leitungsgebäude, an das Verwaltungsflügel anschließen. Vom nördlichen Verwaltungsgebäude aus geht es über eine Brücke in den westlich der Spree gelegenen Kanzler-Park, der 30 000 Quadratmeter umfasst. Rund 450 Mitarbeitern bietet das Kanzleramt Platz.


Gelegentlich wird der Bau wegen der runden Fensterfassade an der Seite als "Bundeswaschmaschine" bezeichnet. Berliner benutzen den Begriff allerdings nicht.

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