"Thüringen museal": Mit der TLZ kostenlos ins Museum

Jeden Samstag findet sich in der TLZ ein Coupon, mit dem man kostenlosen Eintritt in eine Thüringer Kulturstätte erhält. Das Goethe-Nationalmuseum wird zum Auftakt seine Pforten öffnen. Weitere Einrichtungen folgen in den nächsten Wochen.

Auftakt am Weimarer Frauenplan: Dem Goethe-Nationalmuseum gilt diesen Sonnabend unser erster Beitrag zur neuen Serie "Thüringen museal". Foto: Peter Michaelis

Auftakt am Weimarer Frauenplan: Dem Goethe-Nationalmuseum gilt diesen Sonnabend unser erster Beitrag zur neuen Serie "Thüringen museal". Foto: Peter Michaelis

Foto: zgt

Weimar/Erfurt/Jena. Mit ei­ner groß angelegten Serie "Thüringen museal" unternehmen TLZ-Redakteure von diesem Sonnabend an Streifzüge durch die hiesige Museumslandschaft - und ermuntern ihre Leser, es ihnen gleichzutun. Der Clou: Die meisten Häuser spendieren für TLZ-Leser eine Freikarte, die am jeweiligen Wochenende eingelöst werden kann. Bei der Wartburg, dem Goethe-Nationalmuseum zu Weimar, der Heidecksburg, Schloss Friedenstein Gotha oder dem Bachhaus in Eisenach könnte man glauben, sie hier noch vorzustellen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Aber mitnichten. Selbst auf rege Museumsausflügler warten in solchen Häusern immer noch ungeahnte Aspekte. Und wer kennt schon die exquisiten "Italiener", den Stolz des Lindenau-Museums in Altenburg? Oder den Rabenberger Stollen, die Gehlberger Glastradition, das "Museum 1806" bei Jena, den Tobiashammer Ohrdruf oder das Wasserkraftmuseum in Ziegenrück?

Wer sich auf den Weg macht, solche Orte zu erkunden, kann stets etwas über unser Heimatland lernen. Nicht nur von Residenzen aus feudaler Zeit, Stätten der Reformation oder Lokalitäten, wo Kunst und Kultur zu Höhenflügen ansetzten, geht eine identitätsstiftende Kraft aus. Da denken wir an Luther genauso wie an Bach oder an unsere Klassiker in der Literatur - und nicht minder an die unvermeidlichen Klöße, an alte Korbmachertraditionen oder zum Beispiel ans Dreyse-Haus in Sömmerda, wo dem Erfinder des Zündnadelgewehres eine Dauerausstellung gewidmet ist.

Mehr als 200 Museen und Gedenkstätten zählen insgesamt über vier Millionen Gäste pro Jahr. Mit Fug und Recht kann Günter Schuchardt, Vorsitzender des Museumsverbands, von sich sagen, er repräsentiere die "meistbesuchte außerschulische Bildungseinrichtung", wenn er die Ausstellungen in ihrer Gesamtheit betrachtet. Rein statistisch können da unsere Theater nicht mithalten, und selbst die Sportveranstalter rangieren nur auf den weiteren Plätzen.

"Aber die Besucherzahlen verteilen sich sehr unterschiedlich", konzediert Schuchardt. Nicht jede Einrichtung hat genug Mitarbeiter oder einen Förderverein, um mit Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen. Und für Werbung und Marketing gibt es ohnehin überall viel zu kleine Etats. Deshalb rennen wir mit unserer Aktion buchstäblich offene Türen ein. Zumal es selbst für einen so erfahrenen Museumsmann wie Günter Schuchardt noch weiße Flecken auf der Landkarte gibt. "Ich war noch nie beim Tiervater Brehm in Renthendorf", gesteht er. "Da will ich dieses Jahr unbedingt hin." Wir helfen gern.

Zu jedem Teil unserer Serie drucken wir einen Coupon, der nur als originaler Ausschnitt aus der TLZ und lediglich am jeweiligen Wochenende für einen Besucher freien Eintritt gewährt. Wir stellen uns das als Anreiz vor, um gemeinsam mit der Familie, mit Freunden oder mit Nachbarn den Tagesausflug am Wochenende zu wagen - nach dem Motto: Wer chauffiert, hat auch die Freikarte verdient.

Zum Start an diesem Wochenende lädt uns die Klassik Stiftung Weimar in ihre bekannteste Einrichtung ein - eines der Flaggschiffe unter unseren Museumsdampfern. Julia Glesner, Leiterin der Kommunikationsabteilung, findet: "Die TLZ-Serie 'Thüringen museal' muss einfach mit dem Goethe-Nationalmuseum, mitten im Kosmos Weimar, beginnen. In unserer Ausstellung 'Lebensfluten - Tatensturm' entdecke ich bei jedem Besuch Neues. Vielleicht spricht am Valentinstag das Thema 'Goethe und die Liebe' unsere Gäste besonders an? Oder interessieren Sie sich eher für den Staatsmann Goethe?"

Gerade das GNM bietet mehr Themenkreise, als Besucher an einem Nachmittag ausschreiten können. "Hauptsache", meint Julia Glesner, "viele TLZ-Leser nutzen am Start-Wochenende ihren Coupon und besuchen das Goethe-Nationalmuseum!" Und wer bei diesem Besuch nicht alles gesehen hat, kann ja gern einmal wiederkommen...

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.