Sylt. In Westerland auf Sylt wurden Hassparolen gegen Robert Habeck und Annalena Baerbock verbreitet. Jetzt werden Zeugen gesucht.

Vor weniger als einer Woche wurde das Wahlkreisbüro von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Flensburgevakuiert. Ein Brief mit verdächtigem Inhalt hatte die Mitarbeitenden in Alarmbereitschaft versetzt. Nun wurden die Beamten der Polizeidirektion Flensburg erneut in Bezug auf Habeck eingeschaltet. Diesmal allerdings in Westerland auf Sylt.

'Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Am ZOB waren am Donnerstag gegen 12.45 Uhr Zeitungsausschnitte des Grünen-Politikers und seiner Parteikollegin und Bundesaußenministerin Annalena Baerbock entdeckt worden. Weil die Ausschnitte mit Hassbotschaften und eindeutigen Referenzen zum Dritten Reich versehen waren, wurde die Polizei eingeschaltet. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“. Jetzt werden Zeugen gesucht, die Hinweise zu der Tat liefern können.

Parolen gegen Habeck und Baerbock: Polizei sucht Zeugen

Detaillierte Informationen über die genauen Aussagen auf den Zeitungsausschnitten dürften nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft keine gemacht werden, so der Polizeisprecher gegenüber dem „Abendblatt“. Zu groß sei die Gefahr von möglichen Trittbrettfahrern und Nachahmern.

„Es ist ein Text gewesen. Verfassungsfeindlich, mit Bezug zum dritten Reich“, heißt es von der Polizei. Nach der Entfernung wurden die Ausschnitte als Beweismittel sichergestellt. Der Staatsschutz der BKI Flensburg hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft auf Hinweise und Beobachtungen aus der Bevölkerung.

Weiterer Zeugenaufruf nach Fährvorfall

Erst kürzlich startete die Polizei einen Zeugenaufruf, der in Verbindung mit Robert Habeck steht. Dutzende aufgebrachte Landwirte hatten den Minister Anfang Januar nach seinem Urlaub auf der Hallig Hooge in Schleswig-Holstein am Verlassen einer Fähre gehindert. Der Mob hatte in Richtung Fähre gedrückt und versucht, selbst an Bord des Schiffs zu kommen.

Den ganzen Artikel lesen Sie beim „Hamburger Abendblatt“, das wie diese Redaktion zur Funke Mediengruppe gehört.