FC Rot-Weiß Erfurt: Thema Kammlott ist abgehakt

Seit dieser Woche befinden sich die Spieler des Fußball-Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt im Urlaub. Trainingsstart ist am 18. Juni. Unsere Zeitung sprach mit Cheftrainer Stefan Emmerling.

Wird wohl nicht wieder ein Rot-Weißer: Der frühere Erfurter Karsten Kammlott. Foto: Frank Steinhorst

Wird wohl nicht wieder ein Rot-Weißer: Der frühere Erfurter Karsten Kammlott. Foto: Frank Steinhorst

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Herr Emmerling, aalen Sie sich schon irgendwo in der Sonne?

Noch bin ich in Erfurt, auch wenn ich schon Urlaub habe. An richtigen Urlaub mit der Familie denke ich erst irgendwann im Juni. Mal sehen, wo es hingeht. Ich bin noch auf der Suche.

Also haben Sie momentan auf der Geschäftsstelle noch einiges zu erledigen?

Wir arbeiten in aller Ruhe im Hintergrund an den Planungen für die neue Saison, führen viele Gespräche mit Beratern und möglichen Spielern.

Laut "Kicker-Online" führt Rot-Weiß die Drittliga-Transfertabelle zwar an, doch von den bislang sechs Neuzugängen kommen vier aus den eigenen Reihen. Drängt die Zeit?

Überhaupt nicht. Es besteht kein Grund in Hektik zu verfallen.

Auf welcher Position klemmt es noch am meisten?

Wir suchen noch einen Spieler für das rechte offensive Mittelfeld. Dort herrscht nach den Abgängen von Danso Weidlich und Gaetano Manno noch Handlungsbedarf.

Gestern hat Nils Pfingsten-Reddig nach langem Zögern für weitere zwei Jahre verlängert. Wie sehr freuen Sie sich darüber?

Sehr. Wir wissen, was wir an Nils haben. Der Verein hat sein Angebot auch nachgebessert.

Dennoch gibt es vor der neuen Saison wieder einen großen personellen Umbruch. Haben Sie keine Bedenken?

Als ich vor zwei Jahren nach Erfurt kam, gingen gerade solche Leute wie Kammlott, Rockenbach oder Cinaz. Damals hat jeder gemeint, wir würden danach gegen den Abstieg spielen. Wir sind am Ende Fünfter geworden und haben das diese Saison wiederholt, obwohl es im vergangenen Sommer 14 Abgänge gab. Ich bin überzeugt, wir werden zur neuen Serie wieder gut aufgestellt sein. Ich bin deswegen nicht unruhig.

Apropos Kammlott. Kommt er nach Erfurt zurück?

Für mich ist das Thema abgehakt, nachdem die Verantwortlichen von RB Leipzig oft genug gesagt haben, dass sie ihn nicht ziehen lassen werden.

Smail Morabit sollen Angebote von Zweitligisten vorgelegen haben. Bleibt er trotzdem?

Ich gehe davon aus, dass er auch in der kommenden Saison weiter in Erfurt spielt und seinen Vertrag erfüllen wird, nachdem die Frist mittlerweile abgelaufen ist, in der sich ein möglicher interessierter Verein bei uns wegen der Ablösemodalitäten melden musste. Kommt jetzt noch ein Angebot, muss es neu verhandelt werden. Das ist Sache von Torsten Traub und unseres Präsidenten.

Es hieß der Verein hätte zuletzt einige Absagen von Wunschspielern bekommen. Ist Rot-Weiß Erfurt keine gute Adresse mehr?

Fragen Sie mal unseren Neuzugang Mijo Tunjic von Unterhaching. Trotz Zweitligaangeboten hat er sich für uns entschieden. So schlecht ist Rot-Weiß als Adresse also nicht. Aber es kommt schon vor, das der eine oder andere Spieler mal absagt.

Rot-Weiß erwartet im Juli mit den Testspielen gegen Dortmund und West Ham United zwei absolute Highlights. Wie sehr freuen Sie sich auf diese Spiele?

Die Vorfreude ist groß. Besser kann die neue Saison gar nicht beginnen. Ich hoffe, wir haben dann zweimal ein ausverkauftes Stadion.

Sind Sie auch schon im EM-Fieber?

Natürlich. Die Abende im Juni sind vor dem Fernseher gebongt.

Holt Deutschland den Titel?

Wenn wir die schwere Vorrunde überstehen, ist natürlich alles möglich. Wir sind endlich dran.

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