FC Rot-Weiß: Mit neuer Moral gegen Angstgegner Babelsberg

Nach drei 0:3-Niederlagen gelang Fußball-Drittligist Rot-Weiß Erfurt zuletzt mit dem 2:2 in Unterhaching ein Schritt in die richtige Richtung. Das will man am Sonnabend im Heimspiel gegen SV Babelsberg 03 beweisen.

Wiedersehen mit alten Freunden: Joan Oumari (FC Rot-Weiß Erfurt), hier links neben Dominick Drexler, trifft auf seinen Ex-Verein SV Babelsberg 03. Foto: Sascha Fromm

Wiedersehen mit alten Freunden: Joan Oumari (FC Rot-Weiß Erfurt), hier links neben Dominick Drexler, trifft auf seinen Ex-Verein SV Babelsberg 03. Foto: Sascha Fromm

Foto: zgt

Erfurt. Babelsberg. Da war doch was? Richtig, in der Vorsaison verlor der FC Rot-Weiß Erfurt zwei Mal gegen die Brandenburger. Niederlagen, die am Ende den möglichen Aufstieg in die 2. Liga gekostet haben. An die zweithöchste Klasse ist in diesen Wochen im Steigerwaldstadion in keinster Weise zu denken. Dort denkt man von Spiel zu Spiel.

Morgen heißt der Gegner wieder SV Babelsberg. Wie im Vorjahr ist Rot-Weiß leichter Favorit, auch wenn man selbst nur Tabellenvorletzter ist. Doch die Filmstädter sind mit gerade einem Punkt und 17 Gegentoren schwächstes Auswärtsteam der Liga. Zahlen, von denen Trainer Alois Schwartz jedoch rein gar nichts hält. "Wir haben sie am vergangenen Wochenende zu Hause beim 0:0 gegen Karlsruhe beobachtet. 15 Minuten haben sie sich in Unterzahl gewehrt. Es wird eine schwierige Aufgabe", sagt der 45-Jährige. Robust, kampfstark - Attribute, die Schwartz dem kommenden Gegner verpasst. Attribute, die er zuletzt aber auch endlich bei seiner eigenen Mannschaft wieder freudig zur Kenntnis genommen hat.

Zumindest war das jüngste 2:2 bei der SpVgg Unterhaching ein Schritt in die richtige Richtung. "Wir haben dort Gesicht gezeigt, haben bis zum Schlusspfiff an uns geglaubt", ist Schwartz auch Tage danach noch zufrieden mit diesem Auftritt. Noch mehr aber mit der Tatsache, dass seine Spieler endlich wieder als Team aufgetreten sind.

"Wenn ich noch an die Bilder nach unserem späten Ausgleich denke", sagt der frühere Bundesligaprofi, "wie die Spieler der Auswechselbank alle aufgesprungen sind und sich gefreut haben, so stelle ich mir das vor." Ein Zeichen, dass das viertägige Trainingslager in Bayern einiges bewirkt hat.

Genau das will er auch in den kommenden Wochen sehen. Zwar gibt es intern bis zur Winterpause keine Punktvorgaben, "aber über dem Strich wollen wir am Jahresende schon stehen". Danach soll und muss sich auch personell einiges tun. Gesucht wird vor allem ein Mann für die Offensive. Da Smail Morabit noch immer nur Lauf- und Koordinationsübungen machen kann, ist Mijo Tunijic derzeit der einzige richtige Stürmer des FC RWE. Ein Fakt, den Alois Schwartz ("Andere Vereine gehen mit fünf oder sechs Angreifern in die Saison.") nicht zu verantworten hat. Der aber korrigiert werden soll. Neben zwei Verteidigern (der US-amerikanische Collegespieler Michael Mazullo und der Ex-Darmstädter Marko Kopilas) werden auch zwei Stürmer getestet: Polens Ex-Nationalspieler Radoslaw Matusiak (Schwartz: "Einen Spielertyp wie ihn haben wir nicht.") hat einen guten Eindruck hinterlassen. Seine Verpflichtung aber ist noch offen. Der Däne Morten Nielsen stellt sich nach einem grippalen Infekt erst noch vor.

Richten aber muss es vorerst noch der jetzige Kader. Und der hat in Unterhaching mit neuer Moral bewiesen, dass er morgen auch gegen den Angstgegner bestehen kann.

Die voraussichtliche Aufstellung FC Rot-Weiß Erfurt: Rickert - Ofosu-Ayeh, Oumari, Möckel, Czichos (Ströhl) - Möhwald, Pfingsten-Reddig, Engelhardt, Baumgarten, Drexler - Tunjic.

Nach drittem 0:3 in Folge brennt beim RWE die Luft

In letzter Minute: Wichtiger Punkt für den FC Rot-Weiß

Alle Beiträge rund um den FC Rot-Weiß Erfurt