Rot-Weiß Erfurt: Mitglieder sprechen Rombach Vertrauen aus

Rolf Rombach wird auch weiter die Geschicke des Fußball-Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt lenken. Auf der Mitgliederversammlung stellte der Präsident die Vertrauensfrage. Bis auf eine Enthaltung standen alle anwesenden Mitglieder hinter Rombach.

Rolf Rombach hat das Vertrauen der Mitglieder des FC Rot-Weiß Erfurt bekommen. Bis auf eine Enthaltung standen alle anwesenden Mitglieder nach der Vertrauensfrage hinter dem Klubchef. Foto: Karina Hessland

Rolf Rombach hat das Vertrauen der Mitglieder des FC Rot-Weiß Erfurt bekommen. Bis auf eine Enthaltung standen alle anwesenden Mitglieder nach der Vertrauensfrage hinter dem Klubchef. Foto: Karina Hessland

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Erfurt. Rolf Rombach atmete erleichtert durch. Am Ende der über zwei Stunden dauernden Mitgliederversammlung des FC Rot-Weiß erhielt der Klubchef das Vertrauen der großen Mehrheit der 209 stimmberechtigten Mitglieder. Nur eine Enthaltung gab es. Rombach führt Rot-Weiß unter wirtschaftlich schwierigen Bedingungen bereits in der achten Saison erfolgreich. Damals hatte Rot-Weiß 5,9 Millionen Euro Schulden - die das Präsidium längst stark abgebaut hat. Über 30 Millionen Euro habe das Duo Rombach-Detlef Goss in den letzten Jahren für den Verein besorgt. Nach der sportlichen Krise in dieser Saison erhielt der für den Verein ehrenamtlich tätige Rombach öffentliche und private Anfeidungen.

"Wir wollen den Verein weiter in ruhiges Fahrwasser führen. Dazu aber brauchen wir das Vertrauen", sagt er, während sein Vize Detlef Goss sagte: "Wir beide sind fußballverrückt für Rot-Weiß."

Überschuss erwirtschaftet

Zuvor hatte Rombach Einblicke in die wirtschaftliche Situation des Vereins gegeben. So habe man die Saison 2011/2012 mit einem Überschuss von 40.652,77 Euro erwirtschaftet. Das sei aber nur durch Forderungsverzichte Dritter in Höhe von 571.000 Euro möglich gewesen. Insgesamt betrugen die Einnahmen rund 4,65 Millionen Euro, darunter allein durch das Freundschaftsspiel gegen Rekordmeister Bayern München 436.000 Euro. Rombach kündigte an, dass der Verein künftig bis zur Fertigstellung der neuen Arena jährlich eine halbe Million Euro einsparen müsse. "Dies", so der RWE-Chef, "ist nur durch Kürzungen im Personalbereich der ersten Mannschaft möglich." Dies sei Vorgabe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Im Zusammenhang mit der geplanten neuen Arena geht Rombach weiter vom Baubeginn im Jahre 2013 aus. "Wann das genau sein wird", so der RWE-Präsident, "hängt von der abschließenden Prüfung durch die EU-Kommission in Brüssel ab. Es gibt für mich keine Anzeichen für einen negativen Bescheid." Die Stadt habe den Bebauungsplan erstellt, die Ausschreibungsunterlagen seien bald fertig.

Hohen Erwartungsdruck nicht gedämpft

Zur sportlichen Situation gibt Rombach zu, man habe nach zuletzt zwei fünften Plätzen in der 3. Liga im Zuge der Neuausrichtung des Kaders den hohen Erwartungsdruck für die aktuelle Saison nicht gedämpft. Ein Fehler sei es vom Präsidium gewesen, einen letztjährigen Leistungsträger wie Olivier Caillas ("Er wollte noch ein Jahr bleiben.") im Sommer gehen gelassen zu haben. Rombach lobte in diesem Zusammenhang die Rolle aktueller Führungsspieler wie Kapitän Nils Pfingsten-Reddig, Marco Engelhardt und Thomas Ströhl. Diese Spieler hätten maßgeblich am sportlichen Aufschwung des FC Rot-Weiß Erfurt in den vergangenen fünf niederlagenlosen Partien beigetragen.

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