RWE klettert nach Sieg in Darmstadt aus Abstiegsrängen

Im "Abstiegskrimi" der 3. Fußball-Liga hat der FC Rot-Weiß Erfurt einen wichtigen Sieg gelandet und die Rote Laterne, die man tags zuvor durch den Dortmunder Sieg in Halle bekam, wieder abgegeben. Erfurt kletterte sogar aus den Abstiegsrängen.

Die Erfurter Mannschaft wird in der Erfurter Fankurve gefeiert, im Bild der Torschütze zum 1:0-Sieg Dominick Drexler. Foto: Frank Steinhorst

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Darmstadt. Da dürften einige Kilo an Steinen vom Herzen gefallen sein. Verdient gewannen die Rot-Weißen Erfurter im "Abstiegskrimi" bei den Lilien aus Darmstadt und kämpften sich damit auf einen Nichtabstiegsplatz. "Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Wir sind heute als verdienter Sieger vom Platz gegangen, weil wir auch in den letzten Minuten gut gearbeitet haben, obwohl wir da ein wenig zu passiv agierten", war Trainer Alois Schwartz nach Spielschluss sichtlich stolz auf seine Mannschaft.

Die wusste von der ersten Sekunde an was die Stunde geschlagen hatte. Tunjic setzte schon nach 40 Sekunden einen Kopfball auf das Tornetz. Gut fünf Minuten später verpasste er mit der Hacke nach Eingabe von Ströhl erneut das Spielgerät ins Tor zu befördern. Blass agierten bis dahin die Darmstädter. So musste ein verunglückter Kopfball Möckels vor die Füße Steegmanns herhalten. Allerdings verzog er seinen Schuss links neben den Kasten (8.). Das war es aber auch schon mit der Herrlichkeit vom SV Darmstadt die sich in Halbzeit regelrecht bolzten, da sie keine spielerischen Elemente setzten konnten. "Wir haben eine schlechte Halbzeit gespielt. Meine Mannschaft hat viele Bälle verloren", war Trainer Jürgen Seeberger sichtlich fassungslos.

Erfurt verteidigte clever seine Führung

Bis zum Halbzeitpfiff wäre eine Führung der Thüringer mehr als verdient gewesen. Erst wurde ein klarer Elfmeter an Möhwald nicht gegeben (12.). Dann versemmelten Drexler (25.) und Möhwald (35.) beste Möglichkeiten. Weiter energisch drängte der RWE mit Anpfiff der zweiten Halbzeit auf den Führungstreffer. Und in der 65. Minute wurde die spielerische und kämpferische bessere Einstellung belohnt. Engelhardts - bei dem Verdacht auf Nasenbeinbruch besteht - Ball erreichte Morabit. Der beförderte das runde Leder queer nach links in den Sechszehner wo am langen Pfosten aus vollem Lauf Drexler aus elf Metern den Ball in das linke Toreck befördert.

Mit dem Mute der Verzweiflung rannte in den Folgeminuten Darmstadt an. Zum Glück schossen Behrens (72.) und Beisel (83.) links neben den Kasten. Dazwischen allerdings hätte Drexler schon den Sack zumachen müssen (71.). Unermüdlich tickerten die Minuten herunter. Erfurt verteidigte clever seine Führung und rackerte am eigenen Strafraum unermüdlich. Ein Ball kam dennoch durch. Von der rechten Seite segelte die Murmel an den linken Pfosten auf den Kopf von Islamoglu. Der beförderte zum Riesenglück den Ball an den linken Innenpfosten von wo er vor der Linie zur Seite rumtänzelte (89.).

Da zuckte jedes RWE-Herz gehörig zusammen. Als dann auch noch die vierminütige Nachspielzeit überstanden war, erfolgte der Schlusspfiff. Der Jubel bei der Mannschaft und den gut 600 mitgereisten Fans kannte keine Grenzen mehr. "Wir haben das Spiel heute zu Recht verloren", zeigte sich Darmstadts Trainer Seeberger als fairer Verlierer.

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