Kölleda. Ein Erfolg für ein Unternehmen aus dem Landkreis Sömmerda: Diese Neuheit schafft es unter die Top 20 des Thüringer Innovationspreises.

Funkwerk Systems hat es unter die Top 20 beim Thüringer Innovationspreis geschafft: Schritt für Schritt werden derzeit neue 5G-Mobilfunksender installiert, die durch ein engmaschiges Netz hohe Datenübertragungsraten ermöglichen sollen. Der Bahnfunk in Deutschland setzt mit GSM-R derzeit noch auf die deutlich ältere 2G-Technologie.

Die Funkwerk Systems GmbH aus Kölleda (Landkreis Sömmerda) ist mit ihrem Produkt CRLT.50 ein Vorreiter. Die kompakte Kommunikationseinheit setzt auf 5G-Mobilfunk und ermöglicht so die Vernetzung von Schienenfahrzeugen. So bleiben die Fahrerinnen und Fahrer immer in Kontakt mit der Leitstelle und können über das Gerät beispielsweise ihren Sprechfunkverkehr abwickeln.

Anwendung nicht nur in Schienenfahrzeugen möglich

Die Technik kann auch in Pkw einer Firmenflotte, in Bussen oder Lkw eingebaut werden. Neben dem Betrieb in öffentlichen Mobilfunknetzen ermöglicht das Gerät auch die Nutzung geschlossener professioneller Mobilfunkdienste für einsatzkritische Sprach- und Datenanwendungen. Ein Beispiel dafür ist der BOS-Funk, über den Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste kommunizieren, erläutert Produktmanager Dirk Schattschneider. Auch der zukünftige Bahnkommunikationsstandard FRMCS soll auf der 5G-Technologie basieren.

Neben dem klassischen Sprachfunk bietet das CRLT.50 auch die Möglichkeit der Integration von Videodiensten, taktischen Einsatz­informationen sowie Navigations- und Ortungsanwendungen wie zum Beispiel Live-Flottenmanagement. Ein 15-köpfiges Team war an der Entwicklung beteiligt.

Gerät steht kurz vor der Markteinführung

Funkwerk will sein Gerät Anfang 2024 auf den Markt bringen und damit als Partner für den Betrieb in ersten Testnetzen zur Verfügung stehen. In Berlin soll ein neues Testnetz für den BOS-Funk entstehen, sagt Schattschneider.

In unserer Serie zum Thüringer Innovationspreis sind erschienen:

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